Ein Cappuccino auf dem Markusplatz, ein Spaziergang über die Rialtobrücke und zum Schluss eine Gondelfahrt. Ein Sommerurlaub in Venedig könnte bald deutlich teurer werden. Nicht wegen der Hotels oder der Gondeln, sondern schon beim Betreten der Stadt. Der neue Bürgermeister Simone Venturini will den Eintritt für Tagesgäste an stark besuchten Tagen auf bis zu 50 Euro anheben.
Venedig plant drastische Erhöhung des Eintrittsgeldes
Sommer, Sonne, Venedig. Für viele gehört die Lagunenstadt zu den beliebtesten Zielen für einen Kurztrip in den Ferien. Doch wer die weltberühmten Kanäle künftig besuchen möchte, könnte schon vor dem ersten Espresso tief in die Tasche greifen. Der neue Bürgermeister Simone Venturini schlägt vor, den Eintrittspreis an besonders stark besuchten Tagen stark anzuheben. Ziel ist, den Tagestourismus wirksamer zu begrenzen. Vor allem an Tagen mit besonders großem Besucherandrang soll der höhere Preis abschreckend wirken.

Für seinen Plan braucht Venturini allerdings Unterstützung aus Rom. Zwar wurde das Eintrittssystem von der Stadt eingeführt, die zulässige Höhe der Gebühr ist jedoch gesetzlich geregelt. Deshalb möchte der Bürgermeister nach Angaben gegenüber sky tg24 Gespräche mit der italienischen Regierung führen.
Sein Vorschlag: Statt der bisherigen Spanne von 5 bis 10 Euro soll der Eintritt an ausgewählten Tagen zwischen 30 und 50 Euro kosten. Bereits im Wahlkampf hatte Venturini angekündigt, den Eintrittspreis erhöhen zu wollen.
Eintritt gilt inzwischen an deutlich mehr Tagen
Das Eintrittssystem wurde in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt ausgeweitet. In diesem Jahr wurde die Gebühr vom 3. April bis zum 26. Juli erhoben, daher mussten Besucher an insgesamt 60 Tagen zahlen. Zum Vergleich: 2024 galt die Regelung an 29 Tagen, 2025 bereits an 54 Tagen. Seit dem vergangenen Jahr beschränkt sich die Pflicht nicht mehr nur auf Wochenenden. Auch freitags und an weiteren ausgewählten Tagen wird der Eintritt fällig.



