Es ist einer der schrecklichsten Kriminalfälle aus dem vergangenen Jahr – und er lässt noch immer zahlreiche Menschen rätseln: Im Oktober musste der gerade acht Jahre alte Fabian aus Güstrow sterben. Der Junge wurde ermordet, seine Leiche im Anschluss an einem Tümpel mitten im Nirgendwo verbrannt. Wer hat dieses furchtbare Verbrechen begangen und wann wird der Fall gelöst? Eine Aussage der Staatsanwaltschaft macht nun stutzig. Wird hier verraten, wer der Täter ist?
Fabian verschwand am 10. Oktober aus Güstrow
Der Tod des kleinen Fabian aus Güstrow lässt auch Monate nach der eigentlichen Tat viele Menschen fassungslos zurück. Der Junge verschwand am 10. Oktober aus dem Haus seiner Mutter in Güstrow, nach einer Suchaktion wurde die Leiche des Achtjährigen an einem Tümpel bei Klein Upahl entdeckt. Der Täter oder die Täterin hatte versucht, die sterblichen Überreste von Fabian zu verbrennen. Es dürfte klar sein, dass damit Spuren vernichtet werden sollten.
Doch die Ex-Freundin von Fabians Vater fand die Leiche – und rückte damit selbst in den Fokus der Ermittlungen. Nach Durchsuchungen Anfang November wurde Gina H. schließlich festgenommen, seitdem sitzt sie in Untersuchungshaft.
Für die Frau gilt die Unschuldsvermutung, solange kein Urteil gesprochen ist. Im Netz gibt es dazu heftige Debatten – während die einen glauben, dass Gina H. etwas mit der Tat zu tun haben muss, halten sie viele andere Menschen für unschuldig. Ob sie die Tat begangen hat oder beteiligt war, weiß aktuell aber niemand.

Mehrere Täter? Staatsanwalt räumt mit Gerüchten auf
Doch nun macht ein neues Statement des Staatsanwalts stutzig. Gegenüber dem KURIER hatte Oberstaatsanwalt Harald Nowack bereits angekündigt, dass die Ermittlungen voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März abgeschlossen werden sollen. Der Frankfurter Rundschau sagte Nowack ergänzend: „Wir haben weitere Ergebnisse zusammengetragen. Es fokussiert sich alles auf die Frau in Untersuchungshaft“. Keine andere Person sei verdächtig – und auch das Gerücht, es gebe womöglich mehrere Täter, wies Nowack zurück.

Brisant ebenfalls: Gina H. sitzt in Untersuchungshaft – und eine solche Haft darf laut Strafprozessordnung nicht länger als sechs Monate dauern. „Die Sechsmonatsfrist läuft im Mai ab, bis dahin muss die Hauptverhandlung beginnen. Es muss also schnell gehen“, so der Oberstaatsanwalt weiter. Eine weitere Aussage, die suggeriert, dass die Ermittler von der Schuld von Gina H. überzeugt sind. Fraglich ist, ob und welche Beweise sie bereits zusammentragen konnten.

Fabians Familie glaubt nicht an Unschuld von Gina H.
Auch aus der Familie des kleinen Fabian gab es bereits Signale, dass man nicht an die Unschuld von Gina H. glaubt. In mehreren Videos im Netz behandelte Raffaela J., eine enge Freundin von Fabians Mutter Dorina, auch die Frage nach Verdächtigen.
Hier sagte sie unter anderem, der Verdacht der Familie sei schon früh auf H. gefallen. Der Grund: Fabians Mutter fragte sich schon nach dem Verschwinden des Jungen, mit wem der Achtjährige ohne Bedenken mitgegangen wäre. Das sei aber nur ein Gedanke gewesen – und Dorina hätte ihn schnell wieder verworfen.




