Wer tut einem Tier so was an?

Paar stopft kranke Hunde-Omi Maddie in Sack – und wirft sie in den Fluss

Ein Paar wirft eine kranke Hündin in einem Sack in einen Kanal. Ein Zeuge rettet sie – doch für das Tier kommt jede Hilfe zu spät.

Author - Florian Thalmann
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Arme Hunde-Omi Maddie! Sie wurde einfach in einen Müllsack gestopft und dann in einem Kanal entsorgt.
Arme Hunde-Omi Maddie! Sie wurde einfach in einen Müllsack gestopft und dann in einem Kanal entsorgt.RSPCA/zVg

Wer tut einem armen Hund so etwas an? In England sorgen gerade ein Mann und eine Frau für Schlagzeilen, die eine alte, wehrlose Hündin auf besondere Weise entsorgen wollten: Sie stopften die Kranke Maddie in einen Sack – und warfen ihn in einen Kanal! Die arme Hunde-Omi sollte ertrinken. Doch mit ihrer schändlichen Tat kam das Paar nicht durch. Hündin Maddie hilft das nichts mehr: sie musste eingeschläfert werden. Die schockierende Geschichte bewegt das ganze Land.

Hunde-Omi Maddie wurde in einem Sack entsorgt

Die Aufnahme einer Überwachungskamera geistert gerade in Großbritannien durch das Netz – und sorgt bei Tierfreunden für Gänsehaut. Darauf zu sehen: Terrence Boyd und seine Frau Sadie, beide 34 Jahre alt. Mit einem Sack auf dem Arm laufen die beiden eine Straße entlang – in Richtung des Leeds-Liverpool-Kanals in Brierfield.

Was Passanten nicht wissen: Im Sack befindet sich die arme, alte Hündin Maddie, bereits schwer krank. Am Kanal werfen die beiden den Sack einfach ins Wasser. Ein Fußgänger wird auf sie aufmerksam – und fragt, was sich in dem Sack befindet. Es seien nur alte Kleidungsstücke, erzählten die Tierhalter dem Mann. Doch als die beiden bereits wieder weg waren, sah der Zeuge, dass sich der schwarze Müllsack bewegte!

Es sieht aus wie abgelegter Müll: In diesem schwarzen Sack wurde Hunde-Omi Maddie in den Kanal geworfen.
Es sieht aus wie abgelegter Müll: In diesem schwarzen Sack wurde Hunde-Omi Maddie in den Kanal geworfen.RSPCA/zVg

Dann guckte Terrier Maddie aus dem Müllsack heraus. Der Zeuge sprang ins Wasser, rettete die Hündin und alarmierte die Polizei. Maddie wurde zum Tierarzt gebracht. Das schlimme Ende: Maddie musste eingeschläfert werden. Laut einem Bericht der Zeitung The Sun hatte die Hunde-Omi neurologische Probleme, konnte nicht mehr laufen. Wollten die Besitzer sie entsorgen, weil sie für die Tierarztkosten nicht selbst aufkommen sollten?

Chip führte die Polizei zu den Besitzern von Maddie

Glück im Unglück: Ein Chip führte die Polizei geradewegs zu dem Paar. Zunächst logen die beiden – und behaupteten, es gebe Hunderte Menschen, die so aussehen wie sie. Doch vor Gericht bekannten sich die beiden nun schuldig – und wurden zu einer Haftstrafe von acht Wochen verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem wurde ihnen für zehn Jahre das Halten von Tieren untersagt. Erst in frühestens fünf Jahren können die beiden laut Berichten einen Antrag stellen, mit dem das Tierhaltungsverbot aufgehoben werden kann.

Arme Maddie! Die schwer kranke Hunde-Omi wurde von ihren Besitzern in einen schwarzen Müllsack gestopft und in einen Kanal geworfen.
Arme Maddie! Die schwer kranke Hunde-Omi wurde von ihren Besitzern in einen schwarzen Müllsack gestopft und in einen Kanal geworfen.RSPCA/zVg

„Was mit Maddie geschehen ist, war erschütternd, und dieser Vorfall hat bei den Menschen vor Ort, den Rettungskräften und der gesamten lokalen Gemeinschaft verständlicherweise große Bestürzung ausgelöst“, sagte Kelly Nix, Chefinspektorin der britischen Tierschutzorganisation RSPCA (Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals). „Ich möchte allen meinen aufrichtigen Dank aussprechen, die zusammengekommen sind und Maddie gegenüber nichts als Mitgefühl gezeigt haben.“

Tierschützer danken Passanten im Fall Maddie

Sie dankte sowohl dem Passanten, der eingriff, um die Hündin zu retten – aber auch der Feuerwehr und der Polizei für ihren Einsatz. „Es war herzzerreißend, dass sich Maddies Zustand verschlechterte und sie letztlich nicht gerettet werden konnte“, sagte Kelly Nix weiter. „Ich hoffe, dass es den Menschen einen kleinen Trost spendet, dass die Verantwortlichen für diesen schockierenden Vorfall zur Rechenschaft gezogen wurden und auf absehbare Zeit keine Tiere mehr halten dürfen.“

Was halten Sie von dem Fall und dem Urteil? Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!