Schreckliche Schicksalsschläge

Berlins traurigste Hunde: Wer gibt Fanni, Gustav und Ninia eine Chance?

Verlust, Vernachlässigung, Weiterreichen: Drei Hunde im Tierheim Berlin haben schlimmes erlebt – und hoffen nun auf Menschen mit Herz.

Author - Florian Thalmann
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Gustav und Fanni sind nur zwei von vielen Hunden, die im Tierheim Berlin gerade auf ein neues Zuhause warten.
Gustav und Fanni sind nur zwei von vielen Hunden, die im Tierheim Berlin gerade auf ein neues Zuhause warten.Tierheim Berlin, Montage: BK

Etliche Hunde warten im Tierheim Berlin verzweifelt auf ein neues Zuhause, sie alle bringen ihre ganz eigenen Geschichten mit. Kein Wunder, dass bei den Tierschützern in Falkenberg auch zahlreiche Vierbeiner landen, hinter denen schlimme Schicksalsschläge liegen. Manche landen aufgrund von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz im Tierheim, andere verlieren ihre Besitzer auf tragische Art und Weise. Wir stellen drei Hunde vor, denen das Schicksal besonders übel mitgespielt hat. Wer gibt Fanni, Ninia und Gustav ein neues Zuhause?

Viele Hunde haben schlimme Schicksalsschläge erlebt

Viele Hunde, die im Tierheim Berlin landen und hier sehnsüchtig auf eine neue Familie warten, haben Schlimmes erlebt. Ein gutes Beispiel ist Fanni: Die Ridgeback-Mix-Hündin war schon einmal im Tierheim, wurde dann vermittelt. Und erlebte jetzt einen schlimmen Schicksalsschlag: Sie verlor ihr geliebtes Frauchen.

„Ich kam zurück ins Tierheim, weil meine Besitzerin leider verstorben ist“, heißt es im Steckbrief der Hündin auf der Website des Tierheim Berlin. „Ob ich wohl auch nochmal Glück habe?“

Sie habe ein wirklich tolles Zuhause gehabt. „Bis mein allerliebster Mensch mich für immer verließ.“ Als ältere Hündin – Fanni ist schon zwölf Jahre alt – landete sie nun also noch einmal im Tierheim. „Ich hänge sehr an meinen Bezugspersonen, genieße Nähe, Zuwendung und gemeinsame Zeit – am liebsten ganz exklusiv. Aufmerksamkeit teile ich nur ungern, dafür schenke ich meinem Menschen umso mehr Loyalität“, heißt es in ihrer Beschreibung.

Sie sucht ein ruhiges Zuhause bei Menschen, die bereits Erfahrung mit Hunden haben. Und: Da Fanni schon zu den älteren Semestern gehört, braucht sie ein ebenerdiges Zuhause oder einen Fahrstuhl. Weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten finden Interessenten in ihrem Steckbrief auf der Website des Tierheim Berlin.

Hunde-Omi Fanni wünscht sich noch einmal ein neues Zuhause. WEr gibt ihr eine Chance?
Hunde-Omi Fanni wünscht sich noch einmal ein neues Zuhause. WEr gibt ihr eine Chance?Tierheim Berlin

Ganz andere Erfahrungen musste der wunderschöne Gustav machen. Der gerade vier Jahre alte Heideterrier wurde laut Informationen des Tierheims auf einem Bauernhof in Brandenburg geboren. Leider habe er unter schrecklichen Bedingungen leben müssen.

„Sogar in meinen eigenen Ausscheidungen“, heißt es in seinem Steckbrief. „Umso wichtiger ist es für mich, dass ich die Welt jetzt Schritt für Schritt entdecken darf und endlich erfahre, wie sich ein gutes Hundeleben anfühlt.“

Wer gibt dem süßen Gustav ein neues Zuhause?

Laut Tierheim Berlin ist der Hund sehr clever und lernfreudig, versteht sich mit Hündinnen und entwickelt schnell ein gutes Verhältnis zu Menschen, „die auf mich einen kompetenten Eindruck machen“. Streicheln lasse er sich gern, kuscheln möchte Gustav hingegen nicht so gern. Er wünscht sich ein ruhiges Zuhause am Stadtrand.

„Meine Menschen sollten schon Hundeerfahrung, idealerweise Terrier-Erfahrung haben. Kinder sollten nicht mit im Haushalt leben, dafür bin ich zu stürmisch.“ Auch hier können Interessenten über den Steckbrief Kontakt zum Tierheim aufnehmen.

Sein trauriger Blick verrät: Gustav hätte so gern ein neues Zuhause! Aktuell lebt der Rüde im Tierheim Berlin.
Sein trauriger Blick verrät: Gustav hätte so gern ein neues Zuhause! Aktuell lebt der Rüde im Tierheim Berlin.Tierheim Berlin

Dritter Hund, dritte Geschichte: Auch Ninia hat bisher kein einfaches Leben gehabt. Was genau der Hündin widerfahren ist, verraten die Tierpfleger des Tierheim Berlin in ihrem Steckbrief nicht. Nur so viel: „Leider habe ich bisher in meinem Leben scheinbar nicht viel kennenlernen dürfen und wurde oft weitergereicht. Das hat Spuren hinterlassen.“ Im Tierheim sei sie deshalb noch etwas durch den Wind und finde sich in vielen Situationen nicht gut zurecht. Allerdings sind die Pfleger sicher: Die Majorero-Canario-Dame ist ein Rohdiamant!

Ninia wartet im Tierheim auf ein neues Zuhause, wünscht sich Menschen, die bereits Erfahrung mit Hunden haben.
Ninia wartet im Tierheim auf ein neues Zuhause, wünscht sich Menschen, die bereits Erfahrung mit Hunden haben.Tierheim Berlin

Süße Ninia sucht Menschen mit Hundeerfahrung

Was sie sich wünscht? Auf jeden Fall ein liebevolles, aber auch konsequentes Zuhause mit Menschen, die bereits Erfahrung mit Hunden haben. „Ich brauche Menschen, die dranbleiben, mich lesen können und mir Schritt für Schritt das Hunde-Einmaleins beibringen“, heißt es im Steckbrief von Ninia.

„Wegen meines Verhaltens gegenüber Artgenossen suche ich ein Zuhause in eher ländlicher Umgebung, wo ich nicht ständig in Begegnungen komme. Ein ruhiges Umfeld hilft mir, besser anzukommen und mich zu entwickeln.“ Kontaktmöglichkeiten finden alle, die sich für die Hündin interessieren, in ihrem Steckbrief auf der Website des Tierheim Berlin.

Würden Sie einen Hund aus dem Tierheim adoptieren? Und haben Sie vielleicht sogar selbst Hunde? Schicken Sie uns Ihre Meinung zum Thema per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!