Sobald es warm wird, sind sie da: Ameisen auf Balkon, Terrasse oder im Garten. Einzelne Tiere stören kaum, aber bilden sich ganze Straßen, wird es schnell lästig. Wer kein Gift einsetzen will, kann zu einem einfachen Hausmittel greifen: Knoblauch. FOCUS Online berichtete.
Knoblauch gegen Ameisen: So funktioniert's
Die Anwendung ist simpel. Eine frische Knoblauchzehe leicht zerdrücken oder anschneiden und an typischen Laufwegen platzieren. Dazu zählen: Balkonkästen, Pflanzkübel, Ecken auf der Terrasse oder an Türschwellen. Wer es gründlicher angehen will, stellt sich einen Sud her: Drei bis fünf Knoblauchzehen grob zerdrücken und in etwa einen halben Liter Wasser geben.

Kurz aufkochen lassen, dann mehrere Stunden abgedeckt ziehen lassen, abseihen und in eine Sprühflasche füllen. Mit dieser Ameisenstraßen, Fugen, Pflasterritzen oder Beetränder besprühen. Wichtig: regelmäßig nachsprühen, vor allem nach Regen.
Warum Knoblauch wirkt
Ameisen orientieren sich über Duftspuren. Finden sie Nahrung, markieren sie den Weg dorthin für andere Tiere. Genau hier setzt Knoblauch an: Seine schwefelhaltigen Stoffe sorgen für einen starken Geruch, der diese Spuren überlagern kann. Das Ergebnis: Die Tiere verlieren die Orientierung und meiden die behandelten Bereiche.

Auch andere stark riechende Mittel wie Zitronensaft, Essig, Zimt und Lavendel können helfen. Vom Einsatz von Backpulver wird dagegen abgeraten. Die Wirkung ist unklar, für die Tiere kann es jedoch qualvoll enden.
Lieber vertreiben statt töten
Ameisen haben im Garten eine wichtige Funktion. Sie lockern den Boden und helfen, Schädlinge zu reduzieren. Daher ist es sinnvoller, sie gezielt zu vertreiben, statt sie zu bekämpfen.
Wer weniger Ameisen will, sollte mögliche Futterquellen beseitigen: keine offenen Lebensmittel draußen stehen lassen, süße Getränkereste vermeiden, überreifes Obst schnell entfernen, Tierfutter nicht lange draußen lassen und Oberflächen regelmäßig reinigen. Schon kleine Krümel oder klebrige Rückstände reichen aus, um Ameisen anzulocken.


