Das traurige Schicksal von Wal Timmy erreichte unzählige Herzen. Seit Wochen fiebern die Deutschen mit dem Buckelwal mit. Doch für den mehrmals festsitzenden Wal gibt es keine Hoffnung mehr. Jetzt hat eine Firma ihre Pläne um die „fachgerechte Entsorgung“ des Wals enthüllt.
Timmy wird bald sterben: Das passiert mit seinem Körper
Noch atmet er, in langen Abständen hört man Timmy vor der Ostsee-Insel Poel schnaufen. Doch die bittere Realität ist: Der Buckelwal wird bald sterben.
„Im Falle seines Sterbens soll das Tier im Rahmen einer Sektion wissenschaftlich untersucht werden. Dabei werden sowohl der Körper als auch die Organe untersucht und beprobt“, sagte Tom Bär, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund Anfang April. Der Grund dahinter: Die Wissenschaftler wollen herausfinden, ob Timmy krank war und ob das Netz, das sich in seinem Maul verfangen hatte, eine Ursache für Timmys Lage war.
Ein Sprecher des Unternehmens SecAnim sagt zu t-online: „Nach dem Sezieren durch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bekäme das für Mecklenburg-Vorpommern zuständige Tierkörperbeseitigungsunternehmen SecAnim vom Umweltministerium den Auftrag, die anschließende fachgerechte Entsorgung des Walkörpers zu übernehmen.“

Was mit dem Skelett des Wals passiert, steht aktuell noch nicht fest. Die Universität Rostock habe Interesse daran geäußert. Durch die Entnahme des Skeletts wird Timmys Körper „weitestgehend zerlegt“ sein, wie der Sprecher der Firma SecAnim weiter sagt. Danach sollen die Überreste in einem „geschlossenen, flüssigkeitsdichten Spezialfahrzeugen“ nach Malchin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gebracht werden.
Timmys Überreste sollen zu Kraftstoff werden
In Malchin wird Timmys Körper weiterverarbeitet. Die Produkte werden entweder als CO₂-neutraler Brennstoff in Kraftwerken und der Zementindustrie genutzt oder zu umweltfreundlichem Biodiesel verarbeitet. Laut Unternehmenssprecher unterscheidet sich die Verarbeitung eines Wals dabei nicht von der anderer tierischer Rohstoffe.



