Seit Jahren engagiert sich Sarah Connor leidenschaftlich für den Schutz von Meeressäugern. Sie gründete eine eigene Stiftung für iberische Orcas, begleitete Expeditionen in die Arktis und veröffentlichte 2025 eine Dokumentation über das Leben der Tiere. Das Schicksal von Buckelwal Timmy, der seit zwölf Tagen in der Bucht von Poel bei Wismar feststeckt, bewegt auch die Sängern. Jetzt hat sie deutliche Worte an ihre Fans gerichtet.
„So gerne ich den Wal befreien würde ...“
Auf Instagram beschreibt Sarah Connor, das sie hunderte Nachrichten täglich zu dem gestrandeten Tier erreichen. Viele der Absender hofften offenbar, sie könne eingreifen. „Ich weiß, ihr wollt am liebsten, dass ich mir als Hobby-Meeresbiologin und Aktivistin ein Superwoman-Cape umwerfe und den Wal retten gehe“, schreibt Sarah Connor.
Doch 45-Jährige dämpft die Erwartungen: „So gerne ich in meinen Wetsuit springen und den Wal befreien würde … Ich kann ihm nicht helfen. Und wohl auch niemand anders mehr.“
Sarah Connor steht im Austausch mit Wal-Experten
Sarah Connor steht nach eigenen Angaben im Austausch mit Experten. Die Lage sei komplex, betont die Sängerin und Aktivistin. Das Netz im Maul des Wals sei ein entscheidender Unsicherheitsfaktor. „Man kann es nicht ohne Weiteres rausziehen, denn niemand weiß, ob der Wal bereits große Mengen davon im Magen hat und ob es sich um die Organe gelegt hat.“
All das senke die Überlebenschancen zusätzlich. Dass Timmy seit vielen Tagen nichts gefressen habe, sei zwar tragisch, aber bei gestrandeten Walen nicht ungewöhnlich. Buckelwale könnten durch ihre dicke Fettschicht lange ohne Nahrung auskommen – doch auch das ändere an der Gesamtsituation wenig.

Appell von Sarah Connor zu mehr Schutz der Meerestiere
Für Connor ist Timmys Schicksal nicht nur ein Einzelfall, sondern ein Symbol für den menschlichen Einfluss auf die Meere. „Es ist zu einem gewissen Teil die Natur. Aber eben auch ein Symbol für die Invasion des Menschen in das Ökosystem Meer“, schreibt sie.
Am Ende ihres Statements richtet sie einen klaren Appell an ihre Follower: „Esst weniger oder am besten gar keinen Fisch, reduziert euren Konsum! Fragt in Restaurants nach, woher der Fisch kommt. Achtet auf nachweislich nachhaltig gefangenen Fisch (obwohl es sowas eigentlich gar nicht gibt). […] Wenn dieser Wal nicht umsonst vor unserer Küste sterben soll, ergreift die Initiative und bekämpft die Ursachen für diese Art von Ereignissen!“



