Eine Hobbybäckerin hat in Rumänien für einen Polizeieinsatz gesorgt, den selbst die erfahrenen Beamten so noch nicht erlebt haben. Mit 176 km/h raste die Frau in ihrem Auto über eine schmale Landstraße im Südosten des Landes, obwohl dort nur 80 Kilometer pro Stunde erlaubt sind. Als die Polizei die Frau stoppte, lieferte sie eine sehr ausgefallene Begründung.
100 km/h über Tempolimit wegen „kulinarischem Drama“
Die Raserin erklärte den Polizisten, sie müsse dringend nach Hause, weil ihr Osterkuchen im Ofen sei und zu verbrennen drohe. Gemeint war der traditionelle rumänische Cozonac, ein Hefekuchen mit Rosinen oder Nüssen, der in vielen Familien zum orthodoxen Osterfest gehört. Dieses wird in Rumänien eine Woche nach dem katholischen und protestantischen Ostertermin gefeiert.
Das Kreis-Polizeinspektorat Constanța veröffentlichte den Vorfall später auf Facebook, mit durchaus humorvollen Worten: Die Frau habe mit ihrer Geschwindigkeit „die Grenzen der Physik ausgetestet“ und versucht, dies mit einem „kulinarischen Drama“ zu rechtfertigen. Die Beamten stellten aber auch klar, dass selbst ein traditioneller Festtagskuchen keine Entschuldigung für eine derart riskante Fahrt sei.

Am Ende wurde es ein teurer Kuchen
Die Konsequenzen fallen entsprechend deutlich aus. Die Frau muss eine Geldbuße von mehr als 1800 Lei zahlen, umgerechnet rund 350 Euro. Die Polizei rechnete vor, dass dieser Betrag für 20 fertig gebackene Cozonacs in Premium-Qualität reichen würde. Zusätzlich wurde der Raserin der Führerschein für vier Monate entzogen. In der Mitteilung heißt es, sie habe nun als Fußgängerin genug Zeit, alle Geheimnisse der Bäckerei zu erlernen.


