Der Iran-Krieg fordert nun in Europa seinen Preis. Durch die Blockade der Straße von Hormus, dem wichtigsten Öl-Seeweg, durch Mullah-Anhänger, steigen zahlreiche Preise in Deutschland in absurde Höhen.
Energie, Lebensmittel, Gastro, Elektro – alles wird teurer
Wenn Energie dauerhaft teuer bleibt, könnte sich das quer durch den Alltag ziehen. Gerade Heizen wird spürbar teurer: Ein Liter Heizöl kostet derzeit 1,20 bis 1,25 Euro – über 20 Prozent mehr als Ende Februar. Auch Gaspreise steigen deutlich. Wenn es weiterhin so teuer bleibt, könnten auf Mieter monatliche Mehrkosten von 50 bis 100 Euro zukommen.
Da viele Backstuben mit Gas arbeiten, schlagen hohe Energiekosten direkt durch. Fachleute halten Preisaufschläge von rund zehn Prozent für realistisch. Aus einem 50-Cent-Brötchen könnten so 55 Cent werden, und ein Laib Brot für drei Euro läge dann eher bei 3,30 Euro.
Doch damit nicht genug. In der Lebensmittelindustrie insgesamt hängt viel am Energiepreis. Produktion, Kühlung und vor allem Transporte verursachen enorme Kosten. Laut Branchenvertretern können Energie und Logistik, je nach Betrieb den Großteil der Gesamtausgaben ausmachen.

Experte warnt vor einem „Kosten-Tsunami“
Lebensmittelverband-Chef Christoph Minhoff (Mitglieder u.a. Ferrero, Haribo, Coca-Cola, Danone etc.) warnt im Gespräch mit Bild vor einem „Kosten-Tsunami für die Lebensmittelbranche“. Steigen Öl- und Gaspreise weiter, dürften auch Fertiggerichte, Süßwaren oder Softdrinks nachziehen.
Auch ein Restaurantbesuch bleibt nicht verschont. Die Gastronomie klagt seit Jahren über steigende Ausgaben für Strom, Heizung und Waren, vor allem seit Beginn des Ukraine-Krieges. Kommt eine neue Ölkrise hinzu, rechnen Branchenvertreter mit erneuten Preisaufschlägen im Bereich von fünf bis zehn Prozent.

Ein Gericht für acht Euro könnte dann fast neun Euro kosten; selbst Kaffee oder kleine Snacks würden 20 bis 30 Cent teurer. Auch die steigenden Lebensmittelkosten kommen noch obendrauf.
Besonders der Benzin-Knall hat die Deutschen geschockt. Am Sonntag kostete ein Liter Super 95 noch 1,80 Euro, seit einigen Tagen kostet der Liter schon fast 2,46 Euro. Experten vermuten, dass der Liter Sprit auf bis zu 2,60 Euro steigen könnte.



