Für Millionen Menschen ist das Auto Teil des täglichen Lebens. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Notwendigkeit. Ab 2026 wird diese Notwendigkeit teurer. Die Preise an der Zapfsäule steigen spürbar.
Warum Benzin und Diesel ab 2026 teurer werden
Mit dem Jahreswechsel steigt nämlich der CO₂-Preis weiter an. Diese Abgabe wird auf fossile Brennstoffe erhoben – also auch auf Benzin und Diesel. Ziel ist es, klimaschädliche Emissionen zu reduzieren. Für Autofahrer bedeutet das jedoch vor allem: höhere Spritpreise.
- 2021: Start bei 25 Euro pro Tonne CO₂
→ etwa +7 Cent pro Liter Benzin, +8 Cent bei Diesel - 2025: Anstieg auf 55 Euro pro Tonne
→ insgesamt +15,7 Cent (Benzin) und +17,3 Cent (Diesel) gegenüber 2020 - 2026: Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne
→ möglich sind bis zu 18,6 Cent je Liter Benzin und 20,5 Cent je Liter Diesel
Drei Cent pro Liter
Nach Berechnungen des ADAC bedeutet das für Autofahrer rund drei Cent mehr pro Liter allein im Vergleich zu 2025 – abhängig davon, wo sich der CO₂-Preis innerhalb des Korridors einpendelt.
Drei Cent wirken auf den ersten Blick überschaubar. Doch bei einem Jahresverbrauch von etwa 1000 Litern Kraftstoff summiert sich das schnell auf 30 Euro zusätzlich, ohne dass der Ölpreis oder andere Steuern eingerechnet sind. Für Pendler oder Vielfahrer liegt die Mehrbelastung entsprechend höher.
2027 ohne neuen CO₂-Aufschlag
Der Preiskorridor soll nicht nur 2026, sondern auch 2027 gelten. Zumindest durch die CO₂-Abgabe ist im Jahr darauf also kein weiterer automatischer Preissprung vorgesehen. Ob Tanken günstiger wird, hängt dann vor allem vom Weltmarkt ab – nicht von der Steuer.
Auch Heizen wird 2026 deutlich teurer
Die steigenden CO₂-Kosten treffen nicht nur Autofahrer. Auch beim Heizen macht sich die Erhöhung ab 2026 deutlich bemerkbar. Für viele Haushalte dürfte das mindestens genauso ins Gewicht fallen wie der Blick auf die Zapfsäule.
Nach Berechnungen des ADAC steigen die CO₂-Kosten 2026 beim Erdgas auf bis zu 1,55 Cent pro Kilowattstunde. Was abstrakt klingt, wird im Alltag schnell konkret:
Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas muss mit Mehrkosten von über 300 Euro rechnen.


