Na, wer denn nun? In einem Bekennerschreiben hatte die als linksextremistisch eingestufte „Vulkangruppen“ für sich reklamiert, den Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf verursacht zu haben. Der Staatsschutz hielt das Schreiben für authentisch.
Nun sorgt allerdings ein neues Schreiben für Verwirrung. Auf der linken Plattform „Indymedia“ hat sich in der Nacht zu Mittwoch eine Gruppe gemeldet, die sich als „erste Generation“ der Vulkangruppe bezeichnet. Sie distanziert sich klar vom Anschlag in Lichterfelde: „Wir melden uns, weil in unserem Namen gesprochen wird, gehandelt wird, veröffentlicht wird, ohne dass es unser Handeln ist. Die Texte und Aktionen der letzten Jahre stammen nicht von uns.“
Die Autoren betonen: Ihre Angriffe 2011 hätten sich ausschließlich gegen Bundeswehr, Waffenexporte und Kriegspolitik gerichtet – niemals gegen Infrastruktur oder Menschen im Alltag. „Unser Bezugspunkt war klar und begrenzt. Infrastruktur war für uns kein Selbstzweck, sondern Symbol und Träger militärischer Gewalt nach außen. Unsere Interventionen richteten sich gegen Kriegspolitik, nicht gegen gesellschaftliche Grundversorgung, nicht gegen Menschen im Alltag.“
Seit 2011 gab es eine Serie von Brandanschlägen
Unter dem Namen „Vulkangruppe – Den Herrschenden den Saft abdrehen“ sollen mehrere Gruppen agieren. Seit 2011 gab es in Berlin und Brandenburg eine Serie von Brandanschlägen auf Kabelschächte und Stromleitungen. Nach jedem Angriff tauchten Bekennerschreiben auf, unterzeichnet von „Vulkangruppen“.

Die ursprüngliche Gruppe erklärt, sie habe sich mit Beginn des Ukraine-Kriegs zurückgezogen. Dennoch bleibt ihre Warnung düster: „Die nächsten Jahre wird die Welt brennen, langsam, dann schneller.“
Und wer sind nun die Täter? Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53/CDU) sagte: „Das ist nicht nur eine Brandstiftung oder Sabotage. Das ist schon Terrorismus. Wir müssen diese Täter jetzt schnappen.“ Wer auch immer diese sind...





