Schock-Meldung aus Schleswig-Holstein: Laut Medienberichten sind in dem Bundesland fünf Menschen festgenommen worden, weil sie heimlich 16.000 Lieferungen nach Russland veranlassten – und das an sämtlichen Embargos gegen Russland vorbei. Es geht um Millionen.
Schmuggler schafften verbotene Ware nach Russland
Die Putin-Schmuggler sollen mithilfe einer Firma in Lübeck agiert haben, teilte die Bundesanwaltschaft Karlsruhe mit. Der Vorwurf: Sie veranlassten 16.000 Lieferungen mit verschiedenen Gütern nach Russland, verstießen damit bandenmäßig gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Zu den Abnehmern sollen auch Rüstungsunternehmen gehört haben. Die Gesamtsumme der Waren beläuft sich auf 30 Millionen Euro.
Zu den Sanktionen, mit denen die EU Russland aufgrund des brutalen Angriffskrieges gegen die Ukraine belegt hat, gehören auch Ausfuhrbeschränkungen. Demnach dürfen bestimmte Güter nicht nach Russland exportiert werden – dazu gehören vor allem Dinge, die auch für militärische Zwecke eingesetzt werden können – etwa elektronische Bauelemente oder Software für Drohnen.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um einen Deutschrussen namens Nikita S., den Geschäftsführer der Firma in Lübeck, außerdem zwei deutsche Staatsbürger und einen Mann mit deutscher und ukrainischer Staatsbürgerschaft. Die Namen gab die Bundesanwaltschaft mit Boris M., Eugen R. und Artem I. an.
Der fünfte Mann, der vorläufig festgenommen wurde, ist ein Deutschrusse namens Daniel A. Gefunden wurden die Personen in Lübeck und im Herzogtum Lauenburg. Außerdem wurden Wohnungen durchsucht. Um die Geschäfte zu verschleiern, sollen mehrere Scheinfirmen in und außerhalb der EU genutzt worden sein.


