Beim Absturz eines Kleinflugzeugs sind am Sonntag in Namibia alle vier Insassen ums Leben gekommen. Das bestätigte die namibische Charterfluggesellschaft Desert Air. An Bord der Maschine befanden sich ein Pilot und drei Passagiere, allesamt deutsche Staatsangehörige. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes war auch der Pilot Deutscher.
Ehepaar arbeitete jahrelang für die Schwarz‑Gruppe
Nach Informationen der „Heilbronner Stimme“ handelt es sich bei den Opfern um Richard Lohmiller, einen langjährigen Topmanager von Kaufland, seine Ehefrau Silke Lohmiller sowie den gemeinsamen Sohn Henry. Die Familie lebte in Bad Rappenau bei Heilbronn.
Silke Lohmiller war viele Jahre in verantwortlichen Positionen innerhalb der Schwarz‑Gruppe tätig, zuletzt als Geschäftsführerin der Dieter‑Schwarz‑Stiftung. Zuvor hatte sie unter anderem den Aufbau von Bildungseinrichtungen wie den Josef‑Schwarz‑Schulen maßgeblich begleitet.
Ihr Ehemann Richard Lohmiller war fast 40 Jahre für Kaufland tätig, zuletzt als Deutschlandchef und Vorstandsmitglied. Nach seinem Ausscheiden engagierte er sich stark in der regionalen Nachwuchsförderung, unter anderem als Leiter der Sporthilfe Unterland.

Die Gruppe war mit einer Cessna 210 vom internationalen Flughafen Hosea Kutako nahe der Hauptstadt Windhuk gestartet. Ziel des Flugs war eine private Landebahn einer Lodge in der Region Sossusvlei im Namib‑Naukluft‑Nationalpark. Dort wollte die kleine Reisegruppe eines der bekanntesten Naturwahrzeichen des südwestafrikanischen Landes besuchen. Das Flugzeug hätte etwa eine Stunde nach dem Start landen sollen, erreichte sein Ziel jedoch nicht.
Als die Maschine nicht am Zielort eintraf, wurde noch am Sonntag eine Suchaktion eingeleitet. Am Montagmorgen entdeckten Rettungskräfte schließlich das Wrack in der Nähe des geplanten Landeorts. Für die Insassen kam jede Hilfe zu spät. Die namibischen Behörden haben Ermittlungen zur Ursache des Unglücks aufgenommen.




