Warten auf den Zug

Winterwetter verzögert Bahnsanierung zwischen Hamburg und Berlin

Das Winterwetter stoppt die Bauarbeiten an der Strecke Hamburg–Berlin: Bodenfrost und Eis bremsen die Bahn aus.

Author - Sebastian Karkos
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Auf die Deutsche Bahn müssen die Kunden zwischen Berlin und Hamburg noch länger warten.
Auf die Deutsche Bahn müssen die Kunden zwischen Berlin und Hamburg noch länger warten.Christoph Soeder/DPA

Schlechte Nachrichten für alle Bahnfahrer, die regelmäßig zwischen Berlin und Hamburg unterwegs sind. Die Sanierung der Strecke verschiebt sich – und das auf unbestimmte Zeit. Das vermeldete die Deutsche Bahn am späten Montagnachmittag.

Die Strecke sollte am 30. April wieder in Betrieb gehen

Ursprünglich sollte die Strecke am 30. April wieder in Betrieb gehen. Doch das Winterwetter macht der Deutschen Bahn einen Strich durch die Rechnung.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte:
„Wir haben es hier in der Region mit dem stärksten Wintereinbruch seit mehr als 15 Jahren zu tun. Natürlich haben wir in unserem Zeitplan einen Puffer für die kalte Jahreszeit eingebaut, aber Dauerfrost und Schnee halten deutlich länger an als erwartet. Fakt ist, dass wir bei der Montage der Leit- und Sicherungstechnik aktuell hinter dem Zeitplan liegen. Das ist eine bittere Nachricht, aber es ist uns wichtig, transparent darüber zu informieren. Gemeinsam mit unseren Baupartnern setzen wir in den nächsten Wochen alles daran, den Rückstand so gut wie möglich aufzuholen.“

Die Bauarbeiten auf den Gleisen zwischen Hamburg und Berlin dauern an.
Die Bauarbeiten auf den Gleisen zwischen Hamburg und Berlin dauern an.Hauke-Christian Dittrich/DPA

Bodenfrost von teilweise bis zu 70 Zentimetern

Wegen der niedrigen Temperaturen können laut Bahn bereits seit Ende Dezember bestimmte Arbeiten technisch nicht durchgeführt werden. Zum Beispiel: Da die Kabelkanäle vereist und teils zugefroren sind, können Kabel für die Signal- und Stellwerkstechnik nicht verlegt werden. Wie die Bahn berichtet, reicht der Bodenfrost teilweise bis in eine Tiefe von 70 Zentimetern. Auch Arbeiten an der Oberleitung sowie die Montage von Weichenantrieben und Signalanlagen sind bereits gestoppt worden.

Sobald der Boden wieder aufgetaut ist, soll das Baustellenpersonal verstärkt werden. Bis zum 13. März soll ein Konzept für die Inbetriebnahme erarbeitet werden.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Was sagen Sie zur Verschiebung? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com