Körperverletzung, Messerattacken – die Gewalt in Zügen und auf Bahnhöfen bleibt hoch. Und Berlin steht dabei besonders im Fokus. Nach aktuellen Zahlen der Bundespolizei gehört die Hauptstadt zu den gefährlichsten Bahnstandorten in ganz Deutschland. Immer wieder tauchen dieselben Stationen als Hotspots in den Statistiken auf.
Erschreckende Jahresbilanz der Gewalt
Im vergangenen Jahr registrierten die Beamten bundesweit insgesamt 980 Messerattacken in Zügen und auf Bahnhöfen. Hinzu kamen rund 2200 Sexualdelikte sowie mehr als 5600 Gewalttaten gegen Einsatzkräfte im Bahnbereich, wie Bild am Sonntag berichtet.
Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter Anfang Februar hatte die Sicherheitsdebatte zusätzlich angeheizt. Ein Schwarzfahrer hatte den Zugbegleiter Serkan C. bei einer Fahrkartenkontrolle attackiert und so massiv geprügelt, dass der Schaffner starb. Die Bahn reagiert nun und plant unter anderem, 200 zusätzliche Sicherheitskräfte einzustellen sowie Mitarbeiter mit Bodycams und Notrufknöpfen auszurüsten.

Hier müssen Reisende besonders aufpassen
Doch an welchen Bahnhöfen in Deutschland sind auch Reisende besonders gefährdet? Ein Blick auf die Brennpunkte zeigt deutliche regionale Unterschiede. An der Spitze steht der Hauptbahnhof Leipzig mit 859 registrierten Delikten. Es folgen der Dortmunder Hauptbahnhof mit 735 Fällen und der Berliner Hauptbahnhof mit 654 Gewaltdelikten auf Platz drei. Dahinter liegen der Hauptbahnhof Köln (648) und der Hauptbahnhof Hannover (612).


