Die „Fashion Week“ machte Berlin zur Modemetropole Europas und mitten im Modezirkus setzte auch die Berliner Stadtreinigung (BSR) ein witziges Zeichen. Allerdings nicht aus Seide oder Samt, sondern aus Stahlblech in Orange.
Gehweg wird zum Laufsteg
Pünktlich zur Berlin Fashion Week hatte die BSR ihren Mülleimern Designer-Namen verpasst und damit auf dem Gehweg den wohl schrägsten Laufsteg der Stadt eröffnet.
Wo sonst Coffee-to-go-Becher und Spätkauf-Tüten landen, posierten zur Modewoche „Alexander McClean“, „Vivienne Wastewood“ und „Dolce & Banana“, liebevoll ausstaffiert mit Halstuch, Glitzerkette und Shirt. Eine augenzwinkernde Hommage an die Designer-Start Alexander McQueen, Vivienne Westwood und Dolce & Gabbana. Nur dass hier statt Haute Couture vor allem Bananenschalen gefragt sind.
BSR-„Models“ tun ihren Job ohne große Show
„Auch unsere Eimer sind im #Fashion-Week-Fieber. Die schmeißen sich für euch tagtäglich in Schale auf dem Berliner #Catwalk. Doch sie wollen keinen Applaus – nur euren Abfall“, postete die Berliner Stadtreinigung zu Fotos der schrägen Müllkörbe.
Passanten bleiben stehen, schmunzeln, zücken ihre Handys. Ein Papierkorb als Fotomotiv, das schafft auch nicht jede Mode-Kollektion. Und während sich Influencer und Einkäufer durch Shows und Partys drängten, erledigten die orangefarbenen „Models“ stoisch ihren Job. Ganz ohne Blitzlichtgewitter!

