Wenn Fredi Bobic zum DFB wechselt, winkt Hertha BSC eine Millionen-Ablöse für den Manager.
Wenn Fredi Bobic zum DFB wechselt, winkt Hertha BSC eine Millionen-Ablöse für den Manager. Imago/Metodi Popow

Noch ist Fredi Bobic Hertha-Boss. Doch die Spekulationen halten sich hartnäckig: Bobic ist beim DFB ein ganz heißer Kandidat als Nachfolger von Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff. Bobic selbst scheint hin und her gerissen, die wohl einmalige Chance auf Deutschlands Fußball-Chefsessel wahrzunehmen. Hertha-Präsident Kay Bernstein stellt jetzt klar, dass man Bobic nach eineinhalb Jahren Hertha BSC keine Steine in den Weg legen würde.

Bernstein und Bobic mussten sich beschnuppern

„Ich stehe immer auf dem Standpunkt: Reisende soll man nicht aufhalten“, erklärt Bernstein (42) im Gespräch mit dem Kicker trotz der schwierigen und bedrohlichen Situation, in der sich der Klub befindet. Der Nachfolger von Ex-Präsident Werner Gegenbauer betont aber auch: „Fredi Bobic ist in verantwortlicher Position bei Hertha BSC – und wenn es nach mir geht, ist er das noch eine ganze Weile länger.“

Mussten sich beschnuppern, arbeiten aber mittlerweile gut zusammen: Hertha-Präsident Kay Bernstein und Manager Fredi Bobic.
Mussten sich beschnuppern, arbeiten aber mittlerweile gut zusammen: Hertha-Präsident Kay Bernstein und Manager Fredi Bobic. Imago/MIS

Mit der aktuellen Zusammenarbeit scheint Bernstein zufrieden. Nach einer kurzen Kennenlernphase würde es zwischen ihm und Bobic immer besser passen. Bernstein: „Das Klub-Establishment hat im Juni mit einem anderen Wahlausgang gerechnet. Und natürlich mussten sich Fredi und ich erst mal beschnuppern. Aber das ging ziemlich schnell. Wir haben einen klaren, vertrauensvollen Austausch und ein stabiles Miteinander und wollen beide für diesen Verein das Gleiche.“

Hertha: Bisher keine DFB-Anfrage für Bobic

Beim möglichen Interesse des DFB an Bobic (51) bewege man sich aktuell noch „im Bereich des Hypothetischen. Bevor eine solche Personalie Konturen bekommt, gehe ich davon aus, dass sowohl Fredi als auch wir als Verein ein paar Anrufe aus Frankfurt/Main bekämen. Und die gab es bisher nicht“, betonte Bernstein.

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Sollte Bobic, der sich die DFB-Tür offen ließ und  zunächst „Jein“ sagte, Hertha kurzfristig verlassen, könnte der Klub womöglich Millionen Euro an Ablöse kassieren. Bernstein erklärt es so: „Das sehen wir an Spielern, das sehen wir an anderen marktüblichen Mechanismen. Das ergibt keinen Sinn. Dann muss es im Interesse von allen Parteien sein, sich zusammenzusetzen. Wenn es so weit käme, wenn das dann irgendwann der Fall ist, redet man darüber und findet eine Lösung, die für alle vernünftig ist.“

Hätte sich Bernstein ein klares Bekenntnis von Bobic zur Hertha gewünscht? „Nein. Fredi Bobic hat gesagt, was aus seiner Sicht zu sagen war – in einer Diskussion, die er nicht aufgemacht hat“, meinte er. Ein möglicher Abgang wäre aus seiner Sicht keine Ohrfeige für den Klub oder ein Rückschlag, sondern eher eine normale Personalie in einem völlig überhitzten Business.

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