Herthas Manager Fredi Bobic könnte bald ein Angebot vom DFB vorliegen. Was er dann machen würde, ist nicht klar.
Herthas Manager Fredi Bobic könnte bald ein Angebot vom DFB vorliegen. Was er dann machen würde, ist nicht klar. imago Images/Hübner

Deutschland sucht den neuen Superboss für die Nationalelf und mittendrin ist Herthas Manager Fredi Bobic (51). Wird er der Nachfolger von Oliver Bierhoff (54), der nach dem WM-Aus zurückgetreten ist? Für Hertha wäre ein Bobic-Abgang ein Rückschlag. Was sagt er also selbst? Es ist ein Jein!

Bobic wollte eigentlich am Mittwoch in einer kleinen Medienrunde eine Hertha-Jahresbilanz ziehen, bevor er Donnerstag in den Urlaub fährt. Doch die Runde war plötzlich ganz groß. Denn alle wollten wissen: Was ist denn nun an den DFB-Gerüchten dran?

Der Manager hätte es sich einfach machen und einfach keinen Kommentar abgeben können. Tat er aber nicht. „Die Ereignisse und Gerüchte haben an Fahrt aufgenommen. Jetzt werden die Namen durchs Dorf gejagt. Ich war nicht erpicht darauf, dass mein Name fällt. Na klar ist es eine Ehre, wenn dein Name genannt wird, aber ich bin nicht auf der Suche nach einem Job“, sagt Bobic.

Bobic: „Ich merke, wie sich die Dinge bei Hertha in die richtige Richtung drehen“

Das klingt zunächst nach Absage. Denn Bobic erklärt weiter: „Mein Fokus ist momentan ein anderer. Ich habe hier einen Job, fühle mich sauwohl. Ich merke, wie sich Dinge in die richtige Richtung drehen.“ Klingt auch gut für die Blau-Weißen.

Doch dann sagt Bobic auch über die Spekulation rund um die Bierhoff-Nachfolge: „Es ist viel hätte dabei. Hypothetisch kannst du dir im Fußball vieles vorstellen und kannst nie was ausschließen. Du weißt nie, was passiert.“ Eben, eine klare Absage an den DFB hört sich anders an.

Hertha-Boss Bobic: „Du kannst im Fußball nichts ausschließen“

Zwei, die sich gut verstehen: Fredi Bobic und Dortmunds Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke, der gleichzeitig Vize-Präsident des DFB ist.
Zwei, die sich gut verstehen: Fredi Bobic und Dortmunds Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke, der gleichzeitig Vize-Präsident des DFB ist. imago images/Kirchner

Der Hertha-Macher, der seit anderthalb beim Hauptstadtklub am Ruder ist und zum Sparkurs gezwungen ist, macht sich seine Gedanken wie der DFB jetzt vorgehen sollte. „Jetzt geht es um Inhalte und Profile. Was will der DFB eigentlich für den deutschen Fußball? Was ist das Profil eines Sportmanagers, was sind die Inhalte? Unabhängig vom Namen“, so Bobic.

Ja, das wird genau der Fahrplan von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und seinem Vize Hans-Joachim Watzke in den nächsten Wochen in der DFB-Zentrale in Frankfurt sein. Und dabei ist nicht auszuschließen, dass am Ende wieder der Name Bobic fällt.

Der Manager hat bis dahin erst mal einen persönlichen Zeitplan. Mittwochabend eine Weihnachtsfeier mit den Mitarbeitern der Hertha-Geschäftsstelle, Donnerstag um 6.30 Uhr setzt er sich in den Flieger zum USA-Urlaub. Mit einem Augenzwinkern sagt er: „Der Flug hat keinen Zwischenstopp in Frankfurt.“

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