Hertha-Boss Fredi Bobic stellte sich den DFB-Fragen. Folgt der Manager den Lockrufen aus Frankfurt?
Hertha-Boss Fredi Bobic stellte sich den DFB-Fragen. Folgt der Manager den Lockrufen aus Frankfurt? Imago/Metodi Popow

Die Hertha-Welt bebt selbst während der Winterpause! Nach nur eineinhalb Jahren steht ein Abschied von Manager Fredi Bobic, dem eigentlichen Heilsbringer, im Raum. Der DFB will Herthas Boss als Nachfolger von Oliver Bierhoff und Bobic reizen die Lockrufe aus Deutschlands oberster Fußballzentrale. Hertha-Horror: Deshalb müssen die Fans wirklich Angst haben, dass Bobic zum DFB geht.

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Bobic hätte es sich leicht machen, auf Tauchstation gehen und in Ruhe abwarten können bis Klarheit herrscht. Doch Herthas Boss stellte sich den Fragen – und versetzt damit die Hertha-Welt in helle Aufregung.

Klar ist: Bobic ist ein heißer Kandidat auf den Direktorposten beim DFB, Kontakt soll es bereits gegeben haben.

DFB-Interesse schmeichelt Hertha-Boss Bobic

Nachfolger und Vorgänger? Fredi Bobic 2019 beim Plausch mit Oliver Bierhoff. 
Nachfolger und Vorgänger? Fredi Bobic 2019 beim Plausch mit Oliver Bierhoff.  IMAGO/Hartenfelser

Bobic bezieht Stellung, erklärt, dass er sich bei Hertha wohlfühlt. Gleichzeitig schmeichelt ihm das Interesse. Bobic bringt sich in Position, richtet viele Fragen an den DFB, die ganz generell und vorab zu klären wären – und schleift damit sein Profil als Projektentwickler. Ein Profil, das überhaupt der Grund für Hertha und Ex-Präsident Werner Gegenbauer war, Bobic zurück nach Berlin zu holen.

Hinzu kommt Bobics hohe Identifikation mit Hertha. Der Stürmer, der einst auf dem Rasen sein letztes Hemd für Hertha gab und seitdem Wahl-Berliner ist, sollte nun im Chefsessel die Misswirtschaft der vergangenen Jahrzehnte aufräumen. Bobic ließ sich auch von den veränderten Vorzeichen durch die verbrannten Windhorst-Millionen nicht stoppen, packte in eineinhalb Jahren mit Engagement und Erfolg viele Dinge an.

Hertha BSC: Fredi Bobic würde Mega-Baustelle hinterlassen

Ein kurzfristiger Abschied Bobics wäre also für Hertha BSC aus mehreren Gründen ein Horror. Derzeit laufen die Verhandlungen mit dem neuen US-Investor 777 Partners, im Winter soll und muss (Stichwort: Sparkurs) der Kader ausgedünnt werden und auch sportlich steckt Hertha trotz der von Bobic und Cheftrainer Sandro Schwarz verbreiteten Aufbruchstimmung im vierten Winter hintereinander im Abstiegskampf.

Kurzum: Bobic würde Hertha nicht nur vor Ende seiner Mission verlassen, sondern auch eine Mega-Baustelle hinterlassen, die droht, den ganzen Verein in der Rückrunde in noch schwereres Fahrwasser zu befördern. 

Vor der Heim-EM 2024: Wird Fredi Bobic Deutschlands Fußballoberhaupt? 

Wer Bobic kennt und ihm bei den DFB-Fragen genau hinhörte, weiß in welchem Dilemma er steckt. Denn die Lockrufe des DFB, ihn zum wichtigsten Fußballmanager des größten Traditionsvereins des Landes zu machen, reizen Bobic offensichtlich mindestens genau so sehr, wie das damalige Hertha-Angebot.

Die Gründe liegen auf der Hand und machen jedem Hertha-Fan Angst: Beim DFB könnte Bobic anders als bei Hertha aus dem vollen Schöpfen, hätte keine Sparzwänge und noch mehr Gestaltungsspielraum. Das ganze keine eineinhalb Jahre vor der Heim-EM 2024. Eine wohl einmalige Chance. 

Seit Donnerstagfrüh weilt Bobic in den USA im Urlaub. Ob er danach wieder in Berlin aufschlägt, ist derzeit fraglich. 

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