Alarmstimmung in Berlin. Die Zahl der gemeldeten Affenpocken-Fälle (Mpox-Infektionen) hat in der Hauptstadt einen Höchststand erreicht. Erstmals ist auch eine Frau von der Viruskrankheit betroffen.
Ende April werden elf Mpox-Fälle in Berlin gemeldet
In der zuletzt ausgewerteten Woche vom 20. bis 26. April wurden elf neue Mpox‑Fälle an das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) gemeldet. Damit erreicht Berlin einen Wert, der selbst im Vergleich zu den vergangenen Jahren heraussticht. „Dies ist die höchste wöchentlich übermittelte Mpox‑Fallzahl seit dem großen Ausbruchsgeschehen in 2022“, teilte die Behörde mit.
Zehn Männer und erstmals eine Frau betroffen
Besonders auffällig: Unter den aktuell Infizierten sind zehn Männer und erstmals auch eine Frau. Nach Angaben des Lageso wurden bei den meisten Erkrankten sexuelle Kontakte als wahrscheinliche Infektionsquelle genannt.
Das gilt auch für den Fall der Frau. Das Durchschnittsalter aller Betroffenen liegt bei 33 Jahren. Bemerkenswert ist zudem, dass sich unter den Erkrankten drei Personen befinden, die bereits gegen Mpox geimpft waren.

In Berlin gibt es insgesamt 99 Mpox-Fälle
Mit den jüngsten Neuinfektionen steigt die Gesamtzahl der Mpox‑Fälle in Berlin in diesem Jahr auf 99. Damit liegt die Hauptstadt deutlich über den Zahlen der Vorjahre im gleichen Zeitraum.
Zum Vergleich: Im Jahr 2025 wurden bis zu diesem Zeitpunkt 70 Fälle registriert, 2024 waren es 20, 2023 sogar nur zehn. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass das Virus wieder stärker in den Fokus rückt, nachdem es lange kaum eine Rolle gespielt hatte.
Dies ist die höchste wöchentlich übermittelte Mpox‑Fallzahl seit dem großen Ausbruchsgeschehen in 2022.
Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen
Mpox, früher auch als Affenpocken bezeichnet, gilt zwar nicht als hoch ansteckend, wird aber bei engem körperlichen Kontakt übertragen. Die Viren gelangen häufig über kleine Hautverletzungen, Schleimhäute oder die Atemwege in den Körper.
Erste Anzeichen einer Infektion sind meist unspezifisch: Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten. Im weiteren Verlauf kommen typische Hautausschläge hinzu, die für viele Betroffene besonders belastend sind.
Impfung der Bevölkerung wird derzeit nicht empfohlen
Angesichts der steigenden Fallzahlen rückt auch die Impfung wieder stärker in den Blick. Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Schutzimpfung gegen Mpox für besonders gefährdete Personengruppen. Dazu zählen insbesondere Männer sowie Trans- und nicht-binäre Personen, die Sex mit Männern haben und dabei häufig wechselnde Partner haben, ebenso wie Sexarbeiter. Für die breite Bevölkerung wird die Impfung derzeit nicht empfohlen.




