Heute werden immer weniger Postkarten geschrieben – doch die besonderen Urlaubsgrüße könnten jetzt ihr großes Comeback erleben: als Schmuggelhilfe für Drogendealer! In Potsdam hat der Zoll jetzt eine Ansichtskarte abgefangen, die mehr enthielt als nur einen lieben Gruß. Sie war mit Kokain gefüllt.
Postkarte mit Blumenmuster hatte gefährliches Extra
Der besondere Fund gelang den Zollbeamten schon am 9. Januar – erst jetzt berichtete die Behörde in einer Mitteilung von dem pfiffigen Schmuggelversuch. Die Karte wirkte auf den ersten Blick harmlos, war verziert mit einem Blumenmuster. Doch ein Foto, das der Zoll veröffentlichte, zeigt den wahren Sinn der Postsendung.
„In der auf den ersten Blick harmlos wirkenden Postkarte wurde anstelle netter Urlaubsgrüße eine silberfarbene Kunststofffolie mit einer weißen kristallinen Substanz verklebt“, heißt es vom Zoll. Das weiße Pulver wurde genau unter die Lupe genommen, ein Drogentest veranlasst. Ergebnis: ein Volltreffer! Es sei Kokain nachgewiesen worden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Postkarte mit Drogen kam aus Spanien
Die Karte kam aus Spanien – unklar ist, von wem sie kam und an wen sie gehen sollte. Gegen den Empfänger sei ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet worden, die Zollfahnder von Berlin und Brandenburg ermitteln. Ob der Empfänger von der Sendung wusste und ob er etwas damit zu tun hat, werden nun die weiteren Ermittlungen ergeben.




