Noch Anfang Januar wurde dem SPD-Abgeordneten Alexander Freier-Winterwerb (SPD) von der Berliner Senatsverwaltung für Verkehr mitgeteilt, dass sich die Situation an der Elsenbrücke Ende Januar entspannen würde. Es war von mehr Fahrspuren und zusätzlichen Flächen für Fußgänger und Radfahrer die Rede. Doch fünf Wochen und eine paar Frosttage später, kassiert die Verwaltung ihr Versprechen wieder ein.
Seit Jahren ist die Elsenbrücke ine Staufalle
Jetzt ist klar: Das Verkehrschaos rings um die Elsenbrücke in Berlin-Treptow geht in die Verlängerung. Schon seit 2018 ist die Verkehrslage für Anwohner und Autofahrer unzumutbar. Erst wurde die Brücke wegen schwerer Schäden gesperrt, dann begannen die Bauarbeiten. Staus sind die Folge.
Im Herbst vergangenen Jahres verschärfte sich die Situation noch einmal. Der Autobahnanschluss Treptower Park wurde eröffnet – trotz Warnungen, dass sich noch mehr Autos und eine nur eingeschränkt nutzbare Elsenbrücke nicht vertragen würden. Anfangs brach sogar der Busverkehr zusammen.
Große Hoffnungen setzten Autofahrer, Öffi-Nutzer und Anwohner auf das Versprechen der Senatsverwaltung für Verkehr, dass sich die Verkehrslage Ende Januar entspannen würde. In der Antwort auf eine kleine Anfrage von Alexander Freier-Winterwerb wurde von einer 2+2-Verkehrsführung gesprochen, von zwei Fahrstreifen über die beiden Behelfsbrücken sowie zwei Fahrstreifen über das neue nordwestliche Teilbauwerk. Nix da, jetzt sind die Pläne wieder geplatzt.
Die Verkehrsverwaltung duckte sich weg
Weil Ende Januar nichts passierte, die Verantwortlichen schwiegen, erkundigte sich der SPD-Politiker bei der Verkehrsverwaltung. Und erhielt eine niederschmetternde Auskunft. „Außergewöhnliche Witterungsverhältnisse“ hätten dafür gesorgt, dass das nordwestliche Teilbauwerk nicht rechtzeitig fertig wurde. „Wir befanden uns auf der Zielgeraden und benötigten lediglich noch 14 frostfreie Tage“, heißt es in einer Antwort, über die die B.Z. berichtet.

Wichtige Arbeiten hätten nicht termingemäß erledigt werden können. Es fehlen bisher Abschlusskanten zur Behelfsbrücke und der Asphalteinbau auf der Brücke, mehrere Teile müssen noch betoniert werden.


