Es ist Berlins Top-Adresse: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) wohnt und arbeitet offiziell im Schloss Bellevue, das als sein Hauptamtssitz fungiert. Nicht weit entfernt vom Deutschen Bundestag und vom Bundeskanzleramt steht Bellevue am Rand des Berliner Tiergartens. Doch wegen Sanierungsarbeiten hätte Steinmeier sein Schlösschen eigentlich bald verlassen müssen.
Steinmeier darf noch im Bellevue bleiben
Der für Ostern geplante Auszug von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aus dem sanierungsbedürftigen Schloss Bellevue verzögert sich. Denn wie der Spiegel berichtet, ist das vorgesehene Ausweichquartier in Berlin-Moabit noch nicht bezugsfertig.

Eigentlich sollten Steinmeier und das Präsidialamt mit rund 240 Mitarbeitern im April in den sechsgeschossigen Bau unweit des Hauptbahnhofs umziehen. Hintergrund ist die umfassende Sanierung des 1785/86 erbauten und nach dem Zweiten Weltkrieg wiederhergestellten Schlosses.
Der eiskalte Berliner Winter ist schuld
Doch der ungewöhnlich harte Berliner Winter hat den Bauarbeiten zugesetzt! „Nach aktuellem Stand rechnen wir mit einer Übergabe des Gebäudes im Frühjahr und einem Umzug vor der Sommerpause“, teilt eine Sprecherin mit.
Die Witterung der vergangenen Wochen habe „Auswirkungen auf den Baubetrieb“ und führe zu Verzögerungen, heißt es weiter. Der Einzug verschiebt sich damit um rund drei Monate, statt zu Ostern nun erst im Sommer.

Allzu traurig über den verspäteten Umzug dürfte Steinmeier wohl nicht sein. Denn wer würde nicht gerne hier leben? Das Schloss Bellevue zählt zu den schönsten Gebäuden der Hauptstadt.
Schloss Bellevue wird generalüberholt
Für die Sanierung von Schloss Bellevue sind bislang etwa fünf Jahre eingeplant. Durch die Verzögerung wird jedoch auch Steinmeiers Nachfolger länger als geplant im Interimsquartier arbeiten müssen: Seine zweite Amtszeit endet Mitte März 2027, der spätere Baustart wirkt sich entsprechend auf die künftige Amtsführung aus.
Durch die Sanierung soll das Schloss Bellevue „zukunftstauglich und klimaneutral“ gemacht werden. Das Gebäude benötigt laut Präsidialamt unter anderem eine neue Lüftungsanlage sowie moderne Sicherheits- und Energietechnik. Die Bausubstanz soll instandgesetzt werden, zudem besteht „dringender Modernisierungsbedarf“ bei der Barrierefreiheit.



