Mehr als 25 Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden der kleinen Sandra Wißmann erinnert die Berliner Polizei jetzt erneut an den rätselhaften Fall. Im Rahmen der BKA-Kampagne „Spurlos Verschwunden“ zum Tag der vermissten Kinder rücken die Ermittler das Schicksal des Mädchens wieder in den Fokus – und hoffen endlich auf den entscheidenden Hinweis.
Fall wurde bei „Aktenzeichen XY“ gezeigt
Der Fall wurde bereits am 9. November 2001 in der TV-Sendung „Aktenzeichen XY“ gezeigt. Doch der erhoffte Durchbruch blieb aus – bis heute fehlt jede heiße Spur.
Für die Ermittler der 5. Mordkommission steht inzwischen fest: Das Mädchen wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit Opfer eines Verbrechens. Doch wer steckt dahinter? Sandra Wißmann war 12, als sie am 28. November 2000, einem Dienstag, in Kreuzberg zum letzten Mal gesehen wurde. An der Ecke Kottbusser Damm/Böckhstraße verabschiedete sie sich von ihrer Mutter.
Sandra Wißmann wollte ein Geschenk für die Mutter kaufen
Sie wollte am Hermannplatz ein Geburtstagsgeschenk für ihre Mutter kaufen, die zwei Tage später ihren 31. Geburtstag feierte. Sandra Wißmann wurde noch im damaligen Karstadt am Hermannplatz gesehen. Letztmalig wurde Sandra gegen 16.45 Uhr auf dem Kottbusser Damm in Richtung Landwehrkanal beobachtet. Seitdem fehlt jede Spur.
Damals im Fokus: der mysteriöse „Mann mit der Wasserwaage“. Kurz vor Sandras Verschwinden soll er ein anderes Mädchen angesprochen haben – mit der Bitte, ihm zu helfen. Die 13-Jährige lehnte ab und beschrieb den Unbekannten als klein, dicklich und ungepflegt. War er auch Sandras letzter Kontakt?

Auch andere Spuren verliefen im Sande. Eine Blutspur wurde untersucht – sie gehörte nicht zu Sandra. Verdächtige wurden überprüft, sogar ein Mann festgenommen, der in der Gegend Kinder missbraucht hatte. Doch ein Zusammenhang konnte nie bewiesen werden.
Bis heute bleibt das Schicksal der 12-Jährigen ungeklärt. Sandra war etwa 1,60 Meter groß, zierlich und sportlich, hatte braune Augen und lange, dunkelblonde Haare. Sie trug eine schwarze Jeans, einen gemusterten Pullover in dunklen Farben sowie eine blaue, halblange Winterjacke.




