Familienurlaub

Sommerferien starten: Auf diesen Strecken rund um Berlin droht Stau-Chaos

Wann mit den meisten Staus gerechnet wird, wo es besonders schlimm wird. Auch am BER wird es heftig werden.

Author - Stefanie Hildebrandt
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Autos bilden auf der A24 im Stau eine Rettungsgasse.
Autos bilden auf der A24 im Stau eine Rettungsgasse.imago

An diesem Donnerstag beginnen die Sommerferien in Berlin. Für viele Familien heißt das: Koffer packen und endlich raus aus der Stadt. Doch bevor der Urlaub beginnt, wartet für viele erst einmal der Stau – so die Prognose des ADAC. Der KURIER sagt, auf welchen Straßen es wann besonders voll wird.

ADAC rechnet mit großer Reisewelle

Schon ab Mittwochnachmittag dürfte es auf den wichtigsten Ausfallstraßen rund um die Hauptstadt deutlich voller werden. Der ADAC rechnet zum Ferienstart mit einer großen Reisewelle. Besonders betroffen sind die klassischen Urlaubsrouten in Richtung Ostsee, Süden und Polen.

Wer auf die A24 zur Ostsee fährt, braucht möglicherweise starke Nerven. Auch auf der A11 Richtung Mecklenburg-Vorpommern, der A9 nach Leipzig und München, der A12 Richtung Frankfurt (Oder) sowie auf dem Berliner Ring (A10) wird mit deutlich mehr Verkehr gerechnet.

Freitag wird der schlimmste Tag

Die größte Staugefahr sehen Verkehrsexperten am Freitagnachmittag und -abend. Dann teilen sich Berufspendler und Urlauber die Straßen. Auch am Samstagvormittag dürften viele Autobahnen voll sein. Wer flexibel ist, sollte nach Möglichkeit auf Montag oder Dienstag ausweichen. Dann entspannt sich die Lage auf vielen Strecken meist etwas.

Baustellen bremsen Autofahrer zusätzlich aus

Zum Ferienverkehr kommen zahlreiche Baustellen in Berlin: Auf der A100 sorgen die Arbeiten an der Ringbahnbrücke und der Westendbrücke weiter für Engpässe. Auf der A111 laufen Fahrbahnsanierungen. Gleichzeitig wird auf der A115 die Grundsanierung der Avus sowie des Kreuzes Zehlendorf fortgesetzt. 

Auch auf vielen Hauptverkehrsstraßen der Stadt wird während der Ferien gebaut. Je nach Baufortschritt müssen Autofahrer mit gesperrten Fahrspuren, Umleitungen und längeren Fahrzeiten rechnen. 

Zwar wird der Berufsverkehr während der Schulferien erfahrungsgemäß etwas geringer. Die vielen Baustellen könnten die Entlastung jedoch teilweise wieder zunichtemachen.

Auch am BER beginnt die Reisewelle

Nicht nur auf den Straßen wird es voll. Auch am Flughafen BER startet mit Ferienbeginn die Hauptsaison. Die Flughafengesellschaft rechnet in den Sommerferien mit rund 3,7 Millionen Passagieren. Allein zwischen Mittwoch und Sonntag dieser Woche werden etwa 400.000 Fluggäste erwartet.

Besonders viel Betrieb wird am 10. Juli (Freitag) sowie am 21. und 23. August erwartet. An diesen Tagen werden jeweils rund 90.000 Reisende am Hauptstadtflughafen starten und landen.

Reisende warten an einem Check-in für ihren Abflug vom Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg.
Reisende warten an einem Check-in für ihren Abflug vom Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg.Patrick Pleul

Ganz Deutschland ist unterwegs

Zusätzlich verschärft sich die Lage, weil nicht nur Berlin und Brandenburg in die Ferien starten. Auch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern beginnen die Sommerferien. Dazu kommen Urlauber aus den Nachbarländern. Vor allem in Richtung Nord- und Ostsee sowie auf den Strecken nach Süddeutschland dürfte das Verkehrsaufkommen deshalb deutlich zunehmen.

Immerhin gibt es für Autofahrer einen kleinen Lichtblick: Auf zahlreichen besonders belasteten Autobahnen gilt während der Sommerferien samstags wieder das Ferienfahrverbot für viele Lastwagen. Dadurch sollen die Reiserouten etwas entlastet werden.

ADAC gibt wichtige Tipps für Reisende

Bei hohen Temperaturen rät der ADAC dazu, ausreichend Getränke mitzunehmen und regelmäßige Pausen einzuplanen. Wer länger im Stau steht, sollte das Fahrzeug möglichst kühl halten.

Besonders wichtig: Kinder und Tiere dürfen niemals allein im Auto zurückgelassen werden – auch nicht für wenige Minuten.

Für Berliner Urlauber gilt damit zum Ferienstart vor allem eine Regel: Lieber etwas früher losfahren und genügend Zeit einplanen, um entspannt anzukommen. Schöne Ferien!

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