Ausgerechnet! Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Kinokonzerne CineStar und UCI für Sonnabend in mehreren Städten zu einem Warnstreik aufgerufen. Auch in Berlin.
Damit ist auch die Berlinale betroffen. Die Mitarbeiter des Cubix am Alexanderplatz, in dem bis zum 22. Februar 2026 ebenfalls Festivalfilme laufen, sollen ihre Arbeit niederlegen. Eine Streikkundgebung ist für 16 Uhr angekündigt.
Verdi fordert mindestens 16 Euro pro Stunde
Verhandlungsführer Andreas Köhn: „Mit dem Warnstreik setzen die Beschäftigten ein sichtbares Zeichen: Glamouröse Filmfestspiele und prekäre Arbeitsbedingungen passen nicht zusammen. Während sich die Hauptstadt im Glanz der Berlinale präsentiert, kämpfen viele Kinobeschäftigte weiterhin für existenzsichernde Löhne.“
Auch in Frankfurt, Leipzig und Mainz soll gestreikt werden.
Darum geht es: Verdi fordert einen Einstiegslohn von mindestens 16 Euro pro Stunde für die rund 2500 Kinobeschäftigten bundesweit. Der gesetzliche Mindestlohn liegt derzeit bei 13,90 Euro.
CineStar hat in der laufenden Tarifrunde bislang kein Angebot vorgelegt und betrachtet den gesetzlichen Mindestlohn als ausreichend. UCI bot in einem ersten Schritt eine Erhöhung um lediglich 14 Cent an; ab Januar 2027 soll dort nur der dann geltende Mindestlohn von 14,60 Euro gezahlt werden.

In einem Statement wenden sich die Streikenden an das Publikum: „Wir wissen, dass der Streik für Sie mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Doch wir streiken nicht leichtfertig. Wir sorgen mit großem Engagement für Ihr Kinoerlebnis. Und dafür brauchen wir gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.“




