Großeinsatz in Hakenfelde! Polizisten einer Einsatzhundertschaft rückten zu einer Wohnungsdurchsuchung in Berlin an – und was sie dort fanden, überraschte selbst die Beamten.
Zivilfahnder beobachten illegale Medikamentenübergabe
Zivilkräfte waren zuvor an der Parkstraße, Ecke Neuendorfer Straße (Berlin-Spandau) auf ein Auto aufmerksam geworden. Ein unbekannter Mann trat an das Fenster des Fahrers, ein kurzer Austausch – dann verschwand er wieder in unbekannter Richtung. Den Polizisten kam die Szene verdächtig vor. Sah ganz nach einem sogenannten Kokstaxi aus.
Bei der Kontrolle des 26‑jährigen Fahrers wurde es dann richtig brisant: In seinem Wagen lagen mehrere verschreibungspflichtige Medikamente, ein Tierabwehrspray, ein Teleskopschlagstock, mehrere Handys und eine vierstellige Summe Bargeld. Der Verdacht: kein Kokain, dafür aber illegaler Handel mit Arzneimitteln.
Gegen 15.30 Uhr stürmten die Einsatzkräfte dann – mit richterlichem Beschluss – die Wohnung des Mannes. Dort entdeckten sie weitere verdächtige Substanzen. Doch der eigentliche Schockfund folgte wenig später: eine geladene Pistole.
Die Überprüfung ergab: Es handelt sich um eine Dienstwaffe der Berliner Polizei, die vor rund 15 Jahren bei einem Wohnungseinbruch gestohlen wurde. Wie sie in die Hände des 26‑Jährigen gelangte, ist bisher völlig unklar.
Sechs Dienstwaffen wurden der Berliner Bolizei gestohlen
Alle Beweismittel wurden beschlagnahmt. Der Tatverdächtige kam zur erkennungsdienstlichen Behandlung ins Polizeigewahrsam. Ein Haftbefehlt erging anscheinend nicht – denn der 26-Jährige wurde anschließend wieder entlassen und konnte nach Hause gehen.
Die weiteren Ermittlungen wurden von einem Fachkommissariat des Landeskriminalamts übernommen.





