Berlin matscht und schlittert durch den Winter. Glattes Eis, schmutziger Schneematsch und kaum geräumte Straßen machen den Alltag für Tausende zur Gefahr. Statt sicherer Wege erwartet Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger derzeit eine rutschige Mischung aus gefrorenem Schneebrei und spiegelglatten Flächen. Der Winterdienst kommt nicht hinterher.
Glatteis-Gefahr durch Eisregen und Frost bleibt hoch
Nach Angaben des Deutscher Wetterdienst herrscht weiterhin erhöhte Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Schneeregen. In den Nächten sinken die Temperaturen um den Gefrierpunkt, tagsüber taut der Schnee leicht an – nur um abends wieder festzufrieren. Das Ergebnis ist eine harte, gefährliche Eisschicht, die sich wie ein Film über Straßen und Gehwege legt.

Auf den Straßen bildet sich ein brauner, schmieriger Matsch, auf dem Autos ins Rutschen geraten. Manche Kreuzungen gleichen einem kleinen Schlachtfeld aus Eis und Dreck. Markierungen sind kaum noch zu erkennen, das Fahren wird zum Risiko.
Das Streusalz-Verbot macht Gehwege wieder gefährlich
Kaum sind Berlins Gehwege mit Streusalz halbwegs sicher gemacht, ist das „weiße Gold“ schon wieder verboten. Nach wenigen Tagen wurde die Nutzung für Privatleute erneut untersagt – sehr zur Freude der Naturschützer vom NABU Berlin, die erklärten, das Salz gehöre in die „qualifizierten Hände“ der Berliner Stadtreinigungsbetriebe. Nur die Stadtreinigung darf nun noch streuen, während die Berliner wieder zuschauen müssen, wie Gehwege und Nebenstraßen vereisen.

Unfälle häufen sich, Staus werden länger, der Verkehr stockt. Gleichzeitig kämpfen viele Pendler mit Ausfällen im Nahverkehr. In dieser Woche gab es große Probleme bei der U2 und U3 aufgrund der Witterungsbedingungen.
Straßen vor dem KaDeWe werden zur Rutschpartie
Wie gefährlich die Situation ist, zeigt auch ein Video vor dem KaDeWe in Schöneberg. Statt geräumter Wege finden Passanten dort eine glatte Mischung aus Eis und Schneematsch. Jeder Schritt wird zum Risiko, viele gehen nur noch vorsichtig in Zeitlupe. Von entspanntem Einkaufsbummel keine Spur.
Das muss man sich mal vorstellen: so schaut die Schneeräumung auf der viel befahrenen Tauentzienstrasse direkt vor dem KaDeWe in Richtung Kurfürstendamm aus. #Berlin pic.twitter.com/KIssEJGJGn
— storymakers (@mz_storymakers) February 6, 2026
Klimatologe Karsten Brandt von donnerwetter.de macht den Berlinern im Gespräch mit dem KURIER aber etwas Hoffnung. Ab Donnerstag werden Temperaturen um die 6 Grad erwartet. Matsch wird es dann immer noch geben, aber zumindest die Glätte könnte dann Geschichte sein. Doch solange es noch nachts weiter friert, bleibt die Lage angespannt.


