Berlin-Kreuzberg

Polizei stürmt Shisha-Bar von Max Kruse

Max Kruse steht immer wieder negativ in den Schlagzeilen. Jetzt kommt ein weiterer Fall aus Berlin-Kreuzberg  hinzu.

Author - Sebastian Krause
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In dem Café, in dem Max Kruse spielt und arbeitet, fand eine Razzia statt und brachte einige Verstöße ans Tageslicht.
In dem Café, in dem Max Kruse spielt und arbeitet, fand eine Razzia statt und brachte einige Verstöße ans Tageslicht.Eibner-Pressefoto/Florian Wiegand/imago

Es gibt mal wieder Ärger um Max Kruse. Am vergangenen Montag war der ehemalige Fußball-Nationalspieler in seinem Stamm-Café, um mit seinen Kumpels Karten zu zocken. Plötzlich aber wich die lockere Stimmung. Es wurde ernst.

15 Polizisten stürmten die Shisha-Bar in Berlin-Kreuzberg. Razzia in der Location von Max Kruse. Das berichtet die „B.Z.“

Kruse muss bei Überfall lächeln

„Hände hoch, Hände hinter den Kopf und nicht bewegen! Dann kam einer rein: Verdacht auf illegales Glücksspiel“, berichtete Kruse in seinem Podcast „Flatterball“, den er zusammen mit Ex-Profi Martin Harnik aufnimmt.

Kruse weiter: „Da musste jeder an die Wand und jeder seine Taschen leeren. Ich habe gelächelt. Denn illegales Glücksspiel gibt es in dem Café nicht, deswegen war es totaler Unfug.

Kruse ist seit dem 1. Januar im Café angestellt

Die Razzia brachte bei Kruse einiges zutage. Seit gut einem Jahr kellnert er in dem Café – aus ganz banalen Gründen. „Ich muss doch jetzt arbeiten, wegen des Zweitspielrechts“, erklärte der 37-Jährige. „Deswegen muss ich einen Arbeitsvertrag in Berlin haben.“

Dann habe er sich gedacht, dass er doch „zwei Stunden am Tag, oder acht Stunden in der Woche“ arbeiten könne. Dadurch habe er einen Arbeitsvertrag bekommen und könne in Berlin spielen. „Seit dem 1.1. kellnere ich da und mache, was man so macht. Ich mache dort auch Entertainment“, erzählte Kruse.

Max Kruse steht wegen Vorfällen immer wieder negativ in den Schlagzeilen.
Max Kruse steht wegen Vorfällen immer wieder negativ in den Schlagzeilen.IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Großangelegte Razzia in dem Lokal

Bei der Razzia am 2. Februar ging es um einen sogenannten Verbundeinsatz. Dabei kontrollierten Ordnungsamt, Zoll und Polizei Geschäfte und suchten nach Verstößen in den Bereichen Schwarzarbeit, Jugendschutz, Glücksspiel und Steuervergehen. 

Auch die Location, in der Kruse arbeitet, wurde kontrolliert. Wie die „B.Z.“ schreibt soll es sich um das Café Piano in der Nähe des Moritzplatzes handeln.

Razzia bringt Verstöße ans Tageslicht

Die Razzia brachte mehrere Verstöße zutage: erhöhte Kohlendioxidkonzentration, ein nicht ordnungsgemäßer Wettscheindrucker und nicht versteuerten Shisha-Tabak.

Kruse fällt immer wieder negativ in den Schlagzeilen auf

Der Vorfall ist ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte um die Kartenleidenschaft von Max Kruse. Im Oktober 2015 ließ Kruse nach einer Poker-Nacht in Berlin rund 75.000 Euro Bargeld in einer Sporttasche in einem Taxi liegen. Der Vorfall wurde erst Monate später öffentlich und führte zu einer Geldstrafe durch seinen damaligen Verein VfL Wolfsburg.

2023 wurde Kruse selbst Opfer einer Betrügerbande, die ihm bei privaten Pokerrunden um hohe Summen betrogen haben soll. Medienberichten zufolge soll es sich um bis zu 500.000 Euro gehandelt haben.

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