Berlin muss sich wieder auf eine neue Protestwoche einstellen. Die Gruppe „Neue Generation“ hat für diese Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Von Montag (20. April) bis Freitag (24. April) sollen an verschiedenen Orten Proteste stattfinden.
Wie groß die Beteiligung ausfällt, ist unklar
Nach eigenen Angaben setzt sich die Gruppe unter anderem für mehr Mitbestimmung und soziale Gerechtigkeit ein. Zu erwarten seien „kreative, sportliche und künstlerisch gestaltete Proteste“, sagte eine Sprecherin. Doch was genau wo passieren soll, ließ sie zunächst offen. Wie groß die Beteiligung ausfällt, ist deshalb unklar.
„Letzte Generation“ sorgt zuletzt für Aufsehen
Fest steht: Die „Neue Generation“ ist nicht aus dem Nichts gekommen. Die Bewegung hatte sich aus der Klimaschutzgruppe „Letzte Generation“ heraus entwickelt, die sich Anfang 2025 aufgelöst hatte.
Die „Letzte Generation“ hatte in den vergangenen Jahren unter anderem mit zahlreichen Straßenblockaden für Aufsehen gesorgt. Gleichzeitig versucht die Gruppe, sich breiter aufzustellen. In Berichten über die Umbenennung und Neuausrichtung heißt es, der Fokus solle nicht mehr nur auf Klimaschutz liegen, sondern stärker auf Demokratie- und Beteiligungsformaten.

Vorfall im Bode-Museum mit Aktivisten
Auch auf der eigenen Website wirbt die Bewegung für Aktionen im April und verweist darauf, dass aus der „Letzten Generation“ die „Neue Generation“ hervorgegangen sei und bereits „Parlamente der Menschen“ in Berlin sowie weitere lokale Formate stattgefunden hätten.
Dass es in dieser Woche nicht bei stillen Aktionen bleiben dürfte, zeigte sich bereits: Im Bode-Museum auf der Museumsinsel klebte sich eine Aktivistin an eine Vitrine. Das Ausstellungsobjekt wurde nach Angaben einer Sprecherin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nicht beschädigt.
Protestaktion richtet sich an Katherina Reiche
Die „Neue Generation“ teilte dazu auf Instagram mit, dass eine Unterstützerin ihrer Bewegung sich als Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) verkleidet und im Münzkabinett mit Sekundenkleber an eine Glasvitrine geklebt habe. In der Vitrine würden Geldstücke ausgestellt.
Mit der Protestaktion kritisiere sie, dass Reiche „nicht die nötige kritische Distanz zur Wirtschaft“ halte, „um als Ministerin im Sinne der Bevölkerung unabhängig zu entscheiden“, schrieb die Gruppierung. Reiche ist seit dem 6. Mai 2025 Bundesministerin für Wirtschaft und Energie.




