Autofahrer, die auf die Ausfallstraße B1/B5 (Verlängerung der Frankfurter Allee) angewiesen sind, brauchen starke Nerven. Fast täglich ploppt hier in den Osterferien eine neue Baustelle auf. Am Mittwochmorgen kommt die nächste in Berlin-Kaulsdorf hinzu. Stau garantiert.
B1/B5: Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt
Auf der Verkehrskarte der Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) reiht sich zwischen Lichtenberg und der Stadtgrenze nach Brandenburg ein Gefahrenstellenschild an das andere. Jedes steht für eine Baustelle.
Auf den ersten Blick sieht alles noch recht harmlos aus – auch bei der neuen Baustelle, die am Morgen in Kaulsdorf eingerichtet wird. Unter Auswirkung steht da: „Keine Sperrung“.
Klingt machbar, aber nur so lange, bis man fünf Zeilen tiefer weiterliest: „Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt“. Und das auf einer der meistbefahrendsten Straßen Berlins.
Ab 7 Uhr am Mittwochmorgen sind die Bauarbeiter unterwegs. Begründung: „Leitungsarbeiten als Notmaßnahme“. Bis zum 17. April wird gebaut. Nur noch ein Fahrstreifen steht Autofahrern stadtauswärts zur Verfügung. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Am Feldberg und Kressenweg – direkt am Vivantes Klinikum Kaulsdorf.
Auch stadteinwärts lauert eine Staufalle
Freie Fahrt gibt es aber auch danach nicht. Gut einen Kilometer später bremst die nächste neue Baustelle den Verkehr aus. Bis zum 10. April laufen auf der Straße, die hier Alt-Mahlsdorf heißt, Stromnetzarbeiten. Mit der gleichen Auswirkung: Stadtauswärts wird die Fahrbahn zwischen An der Schule und Theodorstraße auf einen Fahrstreifen
verengt.
Autofahrer, die jetzt hoffen, stadteinwärts verschont zu bleiben, werden aber enttäuscht. Auch hier gibt es zwei kleine und eine große Baustelle.
Kurz hinter der Einfahrt nach Berlin ist wegen Stromnetzarbeiten das Abbiegen aus der Straße Alt-Mahlsdorf in die Neuenhagener Straße nicht möglich (bis 5. Juni). Probleme gibt es auch nach dem Abbiegen von der B5 (Alt-Biesdorf) in den Blumberger Damm. Wegen Bauarbeiten ist ebenfalls ein Fahrstreifen dicht.
Die größte Staufalle stadteinwärts lauert aber am Kreisel zur Märkischen Allee. Im abendlichen Berufsverkehr am Dienstagnachmittag zeigte VIZ hier einen 650 Meter langen Stau an.
Grund: eine Baustelle auf der Straße Alt-Friedrichsfelde in Höhe der Gensinger Brücke. Seit Montag (bis zum 10. April) wird an dieser Stelle die Fahrbahn saniert. Folge: Stadteinwärts ist die Fahrbahn auch hier auf einen Fahrstreifen verengt.
Nicht der einzige Baustellen-Marathon, der Autofahrern in der Stadt droht. In Berlin-Prenzlauer Berg dürfte vor allem der beginnende Abriss der Dunkerbrücke den Verkehr aus dem Takt bringen.





