Sie eilen herbei, wenn wir sie rufen – passen auf uns auf, schützen Berlin und riskieren in so manchem Einsatz ihr Leben. Die Rede ist von den mutigen Frauen und Männern der Berliner Polizei. Es ist kein leichter Job, zudem werden sie gerne kritisiert. Aber werden sie eigentlich angemessen bezahlt? Hier kommt ein Überblick zu den Gehältern der Berliner Polizei.
So werden Berliner Polizisten bezahlt
Bei der Berliner Polizei richtet sich das Gehalt nach dem Beamtenrecht (Besoldungstabelle Berlin). Es unterscheidet sich je nach Laufbahn, Dienstgrad und Berufserfahrung. Zum Grundgehalt kommen oft noch Schichtzulagen (für Nachtdienst und Wochenenden), Gefahrenzulagen oder auch Familienzuschläge hinzu. Das sind in der Regel durchschnittlich 200 bis 400 Euro mehr im Monat.
Mit den Dienstjahren steigt das Gehalt außerdem automatisch. Eventuelle Beförderungen bringen hier zusätzliche Sprünge.
Das verdienen Azubis und Studenten bei der Berliner Polizei
Fangen wir ganz vorne an: Wer eine Ausbildung zum mittleren Dienst als Polizeimeister/in antritt, verdient im ersten Jahr 1300 bis 1400 Euro brutto monatlich, danach mit Polizeizulage (circa 76 Euro bis über 150 Euro) steigend.

Wer bei der Berliner Polizei im gehobenen Dienst studiert, bekommt währenddessen bereits Geld – sogenannte Anwärterbezüge: Diese liegen bei rund 1400 bis 1500 Euro brutto im Monat. Das ist etwas mehr als im mittleren Dienst, weil es sich um ein duales Studium handelt.
So viel kassieren Streifenpolizisten im mittleren Dienst
Wer nach der Ausbildung in den mittleren Dienst als Polizeimeister/in startet, wird nach der Besoldungsgruppe A7 bis A9 bezahlt. Als Einsteiger (A7) verdient man hier 2800–3200 Euro brutto. Nach einer Beförderung zum Polizeiobermeister (A8) kassiert man etwa 3000 bis 3500 Euro brutto.

Wer es zum Polizeihauptmeister schafft, die Spitzengruppe im mittleren Dienst, gehört dann zur Besoldungsgruppe A9 und verdient hier zwischen 3300 und 3900 Euro brutto.
Die Gehälter im gehobenen Dienst und an der Spitze
Nach abgeschlossenen Studium verdient man als Einsteiger im gehobenen Dienst als Polizeikommissar in Besoldungsgruppe A9 zwischen 3200 und 3600 Euro brutto. Mit steigender Erfahrung kann man dann bis zu 4500 Euro brutto verdienen.

Kommen wir nun zu den Führungspositionen im höheren Dienst wie beispielsweise ein Polizeirat. Der Einstieg ist hier die Besoldungsgruppe A13. Los geht es mit 4.800 Euro brutto – bis hin zu 6.500 Euro brutto. Mit Erfahrung ist später noch deutlich mehr möglich.
Diese finanziellen Vorteile bringt die Verbeamtung einem Polizisten
Mit der Verbeamtung ändert sich am Grundgehalt zunächst nichts – Polizisten werden in Berlin von Anfang an nach festen Besoldungstabellen bezahlt. Allerdings erfolgt die Ausbildung bereits im Beamtenverhältnis auf Widerruf. Später werden die meisten nach der Ausbildung zu Beamten auf Probe und schließlich auf Lebenszeit ernannt. Einen echten „Gehaltssprung“ durch die Verbeamtung selbst gibt es also nicht, wohl aber mehr Sicherheit und planbare Steigerungen durch Erfahrungsstufen und Beförderungen.
Nicht jeder wird automatisch verbeamtet: Voraussetzung sind unter anderem persönliche Eignung, gesundheitliche Tauglichkeit und ein einwandfreies Führungszeugnis. Wer diese Kriterien erfüllt und die Ausbildung erfolgreich abschließt, wird in der Regel übernommen und verbeamtet. Ein Restrisiko bleibt aber – etwa bei gesundheitlichen Problemen oder groben Pflichtverstößen.




