Wo es überall hakt

Neuschnee am Morgen – S-Bahn-Störungen und ein weiterer Wasserrohrbruch

Schneefall macht Berlin zur Rutschpartie: Autofahrer und Fußgänger müssen sich auf gefährliche Wege einstellen. Bei der S-Bahn sind Signale ausgefallen.

Author - Stefan Henseke
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Am frühen Morgen schneite es in Berlin.
Am frühen Morgen schneite es in Berlin.Stefan Henseke

Erst die Kälte und jetzt auch noch mehr Schnee: Am frühen Morgen ist Berlin komplett überzuckert. In der Nacht hat es mehrere Zentimeter geschneit. Und da viele Straßen noch nicht richtig geräumt sind, sind  Autos besonders vorsichtig unterwegs. Probleme gibt es bei der S-Bahn, in Schöneberg gibt es einen neuen Wasserrohrbruch.

Bis Donnerstag schneit es immer wieder

Auch Fußgänger müssen am Morgen aufpassen. Eine Schneeschicht hat sich auf die vielerorts vereisten Gehwege gelegt – und so erkennt man die rutschigen Stellen nicht mehr. Am Morgen gibt es nordwärts durchziehenden leichten Schneefall. Dabei gebietsweise 1 bis 2 Zentimeter Neuschnee und Glätte.

Der Alexanderplatz am Fernsehturm in Berlin-Mitte hat wieder eine geschlossene Schneedecke.
Der Alexanderplatz am Fernsehturm in Berlin-Mitte hat wieder eine geschlossene Schneedecke.Fabian Sommer/dpa

Immerhin: Mit dem Schnee wird es auch etwas „wärmer“. Im Laufe des Tages sind in Berlin und Brandenburg sogar Temperaturen über null Grad in Sicht. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bleibt es am Mittwoch stark bewölkt – bei Höchsttemperaturen von minus 6 bis plus 1 Grad. In Berlin minus 3 Grad.

Die Schneefälle aber bleiben: In der Nacht zum Donnerstag kann es demnach im Norden und Westen Brandenburgs wieder teilweise kräftig schneien.

Gefahr droht: Im Süden und Osten könnte gefrierender Regen für Glätte sorgen. Die Tiefstwerte sinken dann in der Nacht wieder auf Minusgrade (minus 2 bis minus 6 Grad). Auch am Donnerstag kann es laut DWD bei maximal -2 bis 2 Grad schneien.

Störung bei der S-Bahn

Probleme gibt es am Morgen für die Fahrgäste, die mit den Linien S2, S25 und S26 unterwegs sind. Zum Schnee kommen auch noch Signalprobleme. Gleich mehrere Signale entlang der Strecke müssen repariert werden.

Folge: Zwischen den Bahnhöfen Südkreuz und Priesterweg besteht ein S-Bahn-Pendelverkehr. Die Linie S1 fährt zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz nur alle 10 Minuten.

Die Linie S2 fährt: zwischen Bernau und Potsdamer Platz sowie Priesterweg und Blankenfelde. Ein 10-Minuten-Takt besteht nur zwischen Buch und Nordbahnhof.

Die Linie S25 fährt: zwischen Hennigsdorf und Südkreuz sowie zwischen Priesterweg und Teltow Stadt.

Die Linie S26 fährt: zwischen Blankenburg und Südkreuz.

Die S-Bahn Berlin meldet auch Probleme auf den Linien S3, S5, S7 und S9. Nach einer technischen Störung an einem Zug in Westkreuz kommt es zu Verspätungen und vereinzelten Zugausfällen.

Probleme für Autofahrer

Der nächste Wasserrohrbruch: Die Wilhelm-Kabus-Straße (Schöneberg) ist in Richtung Sachsendamm zwischen Torgauer Straße und Hildegard-Knef-Platz gesperrt. Am Morgen ist ein Wasserrohr geplatzt.

Kurz nach 6 Uhr ist in Pankow die Ampel Mühlen-/Berliner Straße ausgefallen. Besonders bei dem frischen Schnee auf der Straße ist Vorsicht geboten.

Viele Straßen und Gehwege sind in Berlin noch nicht geräumt: Autofahrer und Fußgänger müssen aufpassen.
Viele Straßen und Gehwege sind in Berlin noch nicht geräumt: Autofahrer und Fußgänger müssen aufpassen.Stefan Henseke

In Marzahn müssen sich Autofahrer eine Umfahrung für die gesperrte Wuhletalstraße suchen. Wegen Arbeiten an Hochspannungsleitungen ist die Straße in Richtung Wolfener Straße ab Märkische Allee für den Kfz- und Radverkehr gesperrt.

Die Verkehrsinformationszentrale meldet um 8.15 Uhr, dass es auf der A10 einen Unfall in Richtung Dreieck Havelland zwischen Dreieck Werder und Groß Kreutz gab. Auf die Rettungsgasse achten, die Einsatzkräfte sind erst in der Anfahrt!

Störungen bei der Straßenbahn

Hier wurde die Linie M10 am Morgen wegen einer Betriebsstörung umgeleitet. In Richtung U-Bahnhof Turmstraße – von Greifswalder/Danziger Straße bis U-Bahnhof Naturkundemuseum via U Rosenthaler Platz. Einige Züge fahren bis Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Inzwischen wurde die Umleitung wieder aufgehoben, die Störung konnte behoben werden.

Rund 3000 schwere Sturzverletzungen in einer Woche

Übrigens: Mit 51.259 Einsätzen war der Januar „der einsatzreichste Monat in der Geschichte der Berliner Feuerwehr“, teilt Berlins Feuerwehrchef Karsten Homrighausen mit. Das sind rund 1,15 Einsätze pro Minute. Allein in der letzten Januarwoche erfolgten nach Angaben des Landesbranddirektors 2955 Alarmierungen zu Sturzverletzungen.