Die Nachricht klingt zunächst wie eine kleine Erlösung für viele Stromkunden. Der Berliner Energieversorger Vattenfall senkt ab April den Arbeitspreis in der Grundversorgung deutlich. Statt 44,39 Cent pro Kilowattstunde werden künftig nur noch 37,93 Cent fällig. Gleichzeitig steigt allerdings der monatliche Grundpreis von 10,90 auf 13,40 Euro.
So viel sparen Haushalte
Laut dem Unternehmen sparen Haushalte mit einem Durchschnittsverbrauch von 2200 Kilowattstunden trotzdem rund 112 Euro im Jahr. Möglich wird das durch staatliche Entlastungen und sinkende Netzentgelte des Betreibers Stromnetz Berlin. Auf den ersten Blick also gute Nachrichten.
Doch der zweite Blick zeigt, dass viele Verbraucher weiterhin deutlich zu viel bezahlen. Denn auch nach der Preissenkung bleibt die Grundversorgung teuer. Mit rund 38 Cent pro Kilowattstunde liegen die Preise noch immer weit über dem Niveau vieler Sondertarife.
Während Grundversorgungskunden im Jahr für ihren Strom schnell rund 1190 Euro zahlen, kommen Wechsler bei günstigen Angeboten oft mit etwa 790 Euro aus.

Dabei ist der Ausweg einfacher, als viele denken. Die Grundversorgung hat gesetzlich eine Kündigungsfrist von nur zwei Wochen. Es gibt keine langen Vertragslaufzeiten und meist übernimmt der neue Anbieter sogar die Kündigung.
Viele rutschen in die Grundversorgung
Viele Haushalte sind nur deshalb in der teuren Grundversorgung, weil sie nach einem Umzug keinen Vertrag abgeschlossen oder noch nie den Anbieter gewechselt haben. Das kann schnell mehrere hundert Euro pro Jahr kosten – völlig unnötig.




