Schon in den vergangenen Wochen gab es in Berlin Streiks – und nun liegt auch vor der Hauptstadt ein neuer Streiktag. Der Grund: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Und nicht nur hier wird es spannend: Die Tarifverhandlungen zwischen BVG und Verdi gehen in die nächste Runde. Droht jetzt auch noch Streik bei der BVG?
Droht jetzt wieder Streik bei der BVG?
Es würde viele Berliner ordentlich nerven: In den vergangenen Tagen mussten Fahrgäste der BVG nach dem Eisregen massive Einschränkungen hinnehmen, in der Stadt wurde flächendeckend der Tram-Verkehr eingestellt. Und nun könnte es in der kommenden Zeit auch noch zu Streiks kommen! Heute gehen die Tarifverhandlungen von Verdi und BVG in die nächste Runde – es geht um bessere Arbeitsbedingungen.
Ab 10 Uhr sitzen die Verhandler zusammen. Inhaltlich wird dieses Mal zur Abwechslung nicht über mehr Geld gestritten – hier wurde bereits im vergangenen Jahr der Durchbruch erzielt. Stattdessen fordert die Gewerkschaft mehr Urlaub, mindestens elf Stunden Ruhe zwischen den Schichten und mehr Urlaubsgeld, das die Mitarbeiter nach Bedarf in freie Tage umwandeln können.

Der große Vorteil für die Berlinerinnen und Berliner: Bisher hat die Gewerkschaft keine Streiks angekündigt, hält sich in Sachen Arbeitskampf zurück. Aber erfahrene BVG-Passagiere wissen, dass sich das auch ganz schnell ändern kann. Denn Streiks beim Verkehrsunternehmen sind grundsätzlich jederzeit möglich. Gerade im Winter bleibt zu hoffen, dass es die Verhandlungsführer darauf nicht ankommen lassen.
Am Donnerstag wird im Bildungssektor gestreikt
Gestreikt wird am Donnerstag dafür in einem anderen Sektor: Es steht ein weiterer bundesweiter Aktionstag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an. Auch in Berlin wird deshalb an Kitas und Hochschulen gestreikt. Bis zu 2500 Menschen werden in der Hauptstadt zu Demos erwartet. Geplant sind eine große Demonstration, die um 11 Uhr am Hermannplatz beginnt, außerdem soll es eine große Kundgebung am Oranienplatz geben, die um 12.15 Uhr stattfindet.
GEW streikt, das sind die Folgen für die Berliner
Die Folgen der neuen Streiks für die Berlinerinnen und Berliner: Es kann Einschränkungen in den Kitas und bei der Nachmittagsbetreuung geben, außerdem könnten laut einer Sprecherin der GEW Schulstunden ausfallen. Ob bei der Verhandlung bald ein Durchbruch gelingt?
Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Lohn für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Mindestens 300 Euro mehr sollen gezahlt werden. Laut Tarifgemeinschaft deutscher Länder sei das unbezahlbar zu hoch. Die nächsten Verhandlungen laufen ab 11. Februar.




