Ganz Berlin rutscht! Auch wenn die aktuell milderen Temperaturen Eis und Schnee geschmolzen haben, bleibt das Streitthema Streusalz doch aktuell wie nie. Ein neuer Vorschlag kommt von Antje Kapek, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, die behauptet, mit einer einfachen Prioritäten-Änderung käme Berlin durch die nächste Kältewelle.
Antje Kapek fordert, BSR soll erst Geh- und Radwege räumen
Angesichts der anhaltenden Glättegefahr in Berlin fordert Antje Kapek (Bündnis 90/Die Grünen) eine Veränderung der Zuständigkeiten für die Räumung. Statt Straßen zuerst von Schnee und Eis zu befreien, soll sich die Stadtreinigung BSR nach ihrer Vorstellung zuerst um Geh- und Radwege kümmern.

„Wenn wir schauen, wie es andere Städte machen, beispielsweise Stockholm oder Helsinki, da habe ich kostenneutral einfach nur die Reihenfolge der Räumpriorität geändert“, sagte Kapek im Interview mit dem RBB-Inforadio. Dies sei keine zusätzliche Leistung, sondern eine Veränderung der Prioritäten. Am Ende spare Berlin dadurch sogar Kosten, meinte die Grünen-Politikerin.
BSR fehlen Kapazitäten um in Berlin Gehwege zu räumen
Die BSR lehnt bislang den Vorschlag der Grünen ab, künftig auch für die Gehwege zuständig zu sein. Das Unternehmen verweist auf fehlende Ressourcen. Eine Veränderung der Zuständigkeiten entspricht nach BSR-Angaben einer zusätzlich zu bearbeitenden Strecke von schätzungsweise 12.000 Kilometern – das liege im Anbetracht ihrer Kapazitäten nicht im Rahmen der Möglichkeiten.


