Die Glätte in Berlin macht vielen Menschen zu schaffen – und sorgt nicht nur für Chaos auf den Straßen, sondern auch bei den Rettungsdiensten. Immer wieder stürzen Menschen und verletzen sich teilweise schwer. Nun hat es auch Ex-„Tagesschau“-Star Jan Hofer erwischt – er rechnet mit dem NABU ab.
Jan Hofer stürzt auf Berliner Glatteis und wird ohnmächtig
„Am vergangenen Donnerstag in Berlin – da möchte ich mal wirklich sehr herzlich danke sagen“, sagt Jan Hofer in einem kurzen Video auf Instagram. Er sei über einen total vereisten Gehweg gelaufen. „So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie ich da lag.“
Er sei gestürzt, auf den Kopf gefallen und sogar ohnmächtig geworden. Sein erstes Dankeschön geht deshalb an den Berliner Rettungsdienst – seine Smartwatch habe die Helfer gerufen, die Helfer seien innerhalb von Minuten da gewesen und hätten „auch gleich eine kleine Untersuchung angestellt – das war sensationell“, sagt Hofer.

Sein zweites Dankeschön fällt härter aus – denn es geht an die Naturschützer vom NABU. „Dass sie es möglich machen, dass die Bäume nicht beschädigt werden, dafür die Menschen aber stürzen und sich Gehirnerschütterungen und Knochenbrüche zuziehen.“
Jan Hofer spielt damit auf das Streusalzverbot an, das von den Naturschützern angeregt und unterstützt wurde: Nachdem die Verwendung von Streusalz erst in der vergangenen Woche erlaubt wurde, urteilte ein Gericht nur Tage später, dass das Salz für Privatpersonen wieder verboten wird.
Das Video von Jan Hofer bekommt viele positive Reaktionen. „Toll, dass sich das ein Prominenter traut, das zu sagen. Hut ab“, schreibt eine Nutzerin. Eine andere: „Hauptsache man denkt an die Bäume, der Mensch kann sich ja alle Knochen brechen.“ Und eine Frau schreibt: „Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Gut, dass Ihnen nichts Schlimmeres zugestoßen ist. Glück. Hätte anders ausgehen können.“
Doch es gibt auch Gegenwind. So schreibt ein Nutzer, man könne auch umweltfreundlich streuen – und als Mensch Vorkehrungen treffen, wenn es besonders glatt ist. „Ich habe zum Beispiel Spikes an den Schuhen, ein paar Euro auf Amazon. Aber die sehen zur Apple Watch wohl nicht schick genug aus.“
Ein anderer schreibt: „Es bringt doch nichts, den NABU hier zu verhöhnen. Da suchen Sie sich leider den falschen Blitzableiter. Für die Arbeit, die der NABU leistet, sollte man eher dankbar sein. Oder haben Sie sich um all die Kraniche gekümmert, die in diesem Herbst an der Vogelgrippe verendet sind?“ Und in einem Kommentar heißt es: „ Diese unerträgliche Selbstgerechtigkeit von Herrn Hofer ist traurig.“




