Glätte und Kälte haben Berlin im Griff. In der Nacht kam es zu Glättenunfällen, um 3.46 Uhr meldete die BVG, dass der Straßenbahnverkehr im gesamten Stadtgebiet eingestellt wurde. Es gibt lange Staus auf den Autobahnen, mehrere U-Bahnlinien und die Ringbahn sind unterbrochen.
Trams fahren nicht, Busse unregelmäßig
Auf der Internetseite der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) heißt es: „Aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen ist der Straßenbahnverkehr im gesamten Stadtgebiet eingestellt.“ Grund sind vereiste Oberleitungen und Gleise.
„Bitte nutzen Sie wenn möglich S + U-Bahn und Bus“, heißt es bei der BVG. Aber: Auch da gibt es Probleme.
Bei Bussen meldet die BVG, dass es „aufgrund aktueller Witterungsverhältnisse“ im gesamten Streckennetz zu Unregelmäßigkeiten und Fahrtausfällen kommen kann.
Immer mehr Hiobsbotschaften kommen herein: Die U2 fährt nicht zwischen U-Bahnhof Wittenbergplatz und Potsdamer Platz, die U3 nicht zwischen Spichernstraße und Krummel Lanke.
Auch die Ringbahn ist unterbrochen. Zwischen Südkreuz und Hermannstraße fahren S41 und S42 zur Zeit nicht. Fahrgäste sollen die S46 nutzen.
Auch Fußgänger und Autofahrer haben im Stadtgebiet Probleme, die Gehwege und Straßen sind teilweise spiegelglatt. Gefrierender Regen, Böen und Schnee: Zum Wochenstart erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zunächst weiter Glätte für Teile des Landes.
Auf der A100 ist aktuell in Höhe Dreieck Neukölln in beiden Richtungen die Überfahrt zwischen Grenzallee und Buschkrugallee gesperrt. Es kommt zu Staus. Die Verkehrsinformationszentrale Berlin meldet in Richtung Wedding 30 Minuten Stau zwischen Treptower Park und Dreieck Neukölln.
Auf der A10 gibt es nach einem Unfall zwischen Rangsdorf und Genshagen (Richtung Dreieck Potsdam) mittlerweile 70 Minuten Stau.

Es kommt überall zu Glätteunfällen. In der Olympischen Straße in Berlin-Charlottenburg verliert der Fahrer eines BVG-Pkw die Kontrolle über sein Auto und rutscht gegen eine Laterne.
Und in der Walterstraße in Neukölln kam ein Löschfahrzeug der Feuerwehr auf spiegelglatter Straße nicht mehr weiter. Es musste viel Sand auf das Kopfsteinpflaster geschüttet werden, damit der Lkw wieder Grip bekam.

Am frühen Morgen in Berlin-Prenzlauer Berg: Kaum Menschen auf der Straße, nur wenige Autos sind zu sehen. Auf den Gehwegen ist noch nicht frisch gestreut, Fußgänger tapsen ganz langsam vorwärts.
Der BSR-Winterdienst streut auf den wichtigsten Straßen Salz. Aber: „Aufgrund es Regens wurde Feuchtsalz aber teilweise von Fahrbahnen gespült und Wirkung abgeschwächt“, warnt die Berliner Verkehrsinformationszentrale.
Nebenstraßen, Radwege und Gehwege sind teilweise sehr glatt, weil hier kein Auftaumittel eingesetzt wird, heißt es.




