Hammer-News für Deko-Fans in Berlin und Brandenburg: Die Kette Depot zieht im Insolvenzverfahren jetzt drastisch den Stecker – 66 Filialen müssen dichtmachen! Das Unternehmen veröffentlichte eine entsprechende Liste auf seiner Internetseite. Auch Hauptstadt-Standorte sind betroffen. Für viele Berliner Shopping-Meilen bedeutet das den nächsten herben Schlag.
Viele Läden sind wirtschaftlich nicht rentabel
Depot-Chef Christian Gries macht die harte Entscheidung unmissverständlich klar: „Es geht wirtschaftlich leider nicht anders. Wir können nur Läden betreiben, die rentabel sind“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
80 Depot-Geschäfte sollen erstmal bleiben
Neben Berlin trifft es zahlreiche weitere Städte quer durch Deutschland – darunter Bonn, Dresden, Leipzig, Hamburg, München und Stuttgart. In vielen Fällen läuft aktuell der Räumungsverkauf, danach gehen die Lichter aus – meist schon bis Ende Juli. Einige Filialen sind sogar schon dicht.

Was bleibt, ist ein stark geschrumpftes Filialnetz: Laut Gries stehen vorerst noch gut 80 Depot-Geschäfte. Doch selbst das ist offenbar nicht sicher. Weitere Schließungen sind möglich, denn die Verhandlungen mit Vermietern laufen weiter.
Rund 330 Mitarbeiter verlieren ihren Job
Besonders bitter für die Region: Rund 330 Mitarbeiter verlieren ihren Job, dazu kommen zusätzliche Stellen in der Zentrale. Wie viele Beschäftigte am Ende übrig bleiben, ließ der Geschäftsführer offen.
Es geht wirtschaftlich leider nicht anders. Wir können nur Läden betreiben, die rentabel sind.
Warum die Kette so tief in die Krise rutschte, erklärt Gries deutlich. Gleich drei Faktoren setzen Depot massiv zu: steigende Zölle, aggressive Billig-Konkurrenz aus dem Netz und die Kaufzurückhaltung der Kunden. „Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise“, so Gries.
Mit der Corona-Pandemie geht es bei Depot bergab
Depot war einst ein echter Gigant im Deko-Geschäft: Noch vor einigen Jahren betrieb die Kette rund 400 Filialen. Spätestens seit der Corona-Pandemie ging es jedoch bergab. Bereits 2024 musste das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden – mit drastischen Folgen. Das Netz schrumpfte damals auf rund 150 Filialen zusammen, zahlreiche Jobs gingen verloren.
Die aktuelle Entscheidung ist damit der nächste harte Einschnitt – und zeigt: Die Krise im Einzelhandel trifft auch bekannte Marken mit voller Wucht. Besonders in Berlin und Brandenburg, wo Innenstädte ohnehin mit Leerstand kämpfen, reißen solche Schließungen neue Lücken.
Gesamte Branche steht stark unter Druck
Depot ist kein Einzelfall. Die Branche steht insgesamt massiv unter Druck. Schwache Konsumlaune, steigende Kosten und der Boom des Onlinehandels setzen den Läden zu. Laut Ifo-Institut sieht mittlerweile jeder sechste Händler in Deutschland seine Existenz bedroht. Im April stuften 17,4 Prozent der Unternehmen ihre Lage sogar als existenzgefährdend ein – ein trauriger Rekord.
Und die Pleitewelle rollt weiter: Auch der Non-Food-Discounter Mäc Geiz und die Baumarktkette Hellweg mussten zuletzt Insolvenz anmelden. Die Heimtextil-Kette Hammer hat im Mai bereits ihre letzten Filialen geschlossen.




