Berlin steuert auf ein Verkehrswochenende zu, das viel Geduld kosten wird. Ab Freitag um 3 Uhr morgens legt der 48-Stunden-Warnstreik der Gewerkschaft Ver.di große Teile der BVG lahm. Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen stehen bis Sonntag um 3 Uhr still. Ausgerechnet auf der Ringbahn kommt es ab Freitagabend zusätzlich zu massiven Einschränkungen.
Bauarbeiten legen Ring-Abschnitt lahm
Ab 22 Uhr rollen zwischen Neukölln und Ostkreuz keine S-Bahnen mehr. Betroffen sind die Ringbahnlinien S41 und S42. Bis Montag um 1.30 Uhr bleibt dieser Abschnitt gesperrt. Die Deutsche Bahn richtet einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Hintergrund sind Bauarbeiten am elektrischen Stellwerk der S9 sowie Weichenarbeiten im Bereich Treptower Park. Wer also dachte, er könne dem Streik über die Ring ausweichen, muss umplanen.
Auch weitere Linien sind betroffen. Die S8, S9 und S85 fahren im gleichen Zeitraum nicht zwischen Schöneweide und Ostkreuz. Damit trifft es gleich mehrere wichtige Verbindungen im Südosten der Stadt.

Die S-Bahn selbst wird nicht bestreikt. Sie wird von der Deutschen Bahn betrieben und fährt grundsätzlich nach Plan, abgesehen von den genannten Baustellen-Einschränkungen. Auch Regionalzüge bleiben regulär im Einsatz und können für manche Strecken eine Alternative sein.
Streik legt Nahverkehr lahm
Ab 3 Uhr morgens stehen bei der BVG U-Bahnen, Trams und die meisten Busse still. Ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen, darunter mehr Urlaubstage, längere Ruhezeiten zwischen Schichten und bessere Pausenregelungen.
Ganz ohne Busverkehr bleibt Berlin allerdings nicht. Einige Linien, die von externen Unternehmen im Auftrag der BVG betrieben werden, fahren trotz Streik weiter.


