Schienen vor kurzem noch die Wogen geglättet, stehen die Zeichen im Tarifstreit bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wieder auf Sturm. Auch nach mehreren Gesprächsrunden bleiben die Fronten verhärtet und zentrale Forderungen der Gewerkschaft Verdi unerfüllt. Nach einem 48-Stunden-Warnstreik Ende Februar steht der nächste Arbeitskampf bevor.
Kommt ein längerer Warnstreik als 48 Stunden?
Die Tarifverhandlungen kommen einfach nicht mehr voran und bald könnten schon wieder in Berlin die Busse und U-Bahnen still stehen. Verdi-Gewerkschafter beraten nämlich jetzt über das weitere Vorgehen. Verhandlungsführer Serat Canyurt macht deutlich, dass die Geduld der Beschäftigten nicht grenzenlos ist. „Wir werden nun mit den Beschäftigten beraten, welche Antwort wir auf die Haltung des BVG-Vorstands geben“, erklärt er.

Eine klare Ansage! Damit ist alles möglich, auch ein neuer Streik, der sogar länger als der 48-Stunden-Warnstreik Ende Februar dauern könnte. Der längste Streik bei der BVG dauerte zwölf Tage und legte 2008 ebenfalls im März den öffentlichen Nahverkehr lahm.
Die BVG hält dagegen: In der fünften Verhandlungsrunde habe man ein „deutlich erweitertes Angebot“ vorgelegt, das vor allem für Entlastung sorgen solle. Doch auch hier gibt es Grenzen. „Das umfangreiche Angebot stößt an die Grenze der wirtschaftlichen Belastbarkeit des Landesunternehmens“, teilt das Unternehmen mit.


