Der Tarif-Streit um mehr Urlaub und bessere Arbeitsbedingungen bei den Berliner Verkehrsbetrieben: Kommt es jetzt zum Streik bei der BVG? Etwa noch in dieser Woche? Zwei Tage hatten sich noch einmal die Verhandlungsführer der BVG mit Vertretern der Gewerkschaft Verdi getroffen. Die Verhandlungen wurden am Donnerstagabend (26. März) für beendet erklärt.
Durchbruch oder Streik bei der BVG: Zwei Tage wurde verhandelt
Die Berliner müssen hoffen, dass diese Gespräche gut ausgegangen sind. Denn was bei den Treffen am 25. und 26. März herauskam, darüber schweigen beide Seiten.
Die BVG erklärte am Donnerstag zu den „intensiv geführten Gesprächen“: „Über die Ergebnisse der Verhandlungen werden die Gremien am 27. März (Freitag) unterrichtet. Anschließend informieren beide Parteien die Mitarbeitenden und die Öffentlichkeit über den Ausgang der Gespräche.“
Fast wortgleich liest sich die Erklärung von Verdi. In welche Richtung die Gespräche gingen, ob es einen Durchbruch gab, oder ob die Zeichen auf Streik stehen – darüber wollte Verdi-Sprecher Kalle Kunkel vorab nichts sagen.
Die Geheimnistuerei bei Verdi und BVG: Ob das ein gutes Zeichen ist? Es spricht jedenfalls viel dafür, dass man zu einem Ergebnis gekommen ist, über das beide Seiten eine Nacht lang in Ruhe schlafen wollen, bevor man öffentlich Klartext spricht.
Das gilt vor allem für Verdi. Die Verhandlungen hatten in der Vergangenheit gezeigt, wie die Gewerkschaft auch reagieren kann, wenn die Arbeitgeberseite die Wünsche der Verdi-Verhandlungsführer nicht erfüllt – mit Warnstreiks!
Streik bei der BVG zu Ostern?
In der aktuellen Tarifrunde gab es ihn bereits: Ende Februar fuhren 48 Stunden lang kaum Busse, keine Straßen- und U-Bahnen in Berlin. Das kann durchaus wieder passieren. Ein schneller Warnstreik zum Wochenende oder in der kommenden Osterwoche wäre denkbar.
In den Tarifverhandlungen ging es nicht um mehr Lohn, sondern um mehr Urlaub und bessere Arbeitsbedingungen. Das Angebot der BVG nach langem Hin und Her: Bis zu 33 Tage Jahresurlaub (statt 30 Tage) und mehr Urlaubsgeld stehen darin.
Im Detail: Alle BVG-Mitarbeiter sollen generell ab 2028 einen jährlichen Urlaubsanspruch von 31 Tagen haben. Dazu kommen zwei weitere Tage, bei denen die Mitarbeiter wählen können, ob sie frei machen oder Geld nehmen.
Zusätzlich sollen Mitarbeiter eine „Verlängerung des Urlaubsgeldes von 500 Euro pro Jahr“ erhalten. Für die Fahrer ist eine Neuregelung und Anpassung des sogenannten Nachturlaubs geplant: Für 100 Nachtarbeitsstunden (statt bisher 150) soll es bis zu vier Tage Urlaub geben.



