Die Newcastle-Krankheit breitet sich in Brandenburg weiter aus – und könnte bald auch im Supermarkt spürbar werden. Denn die Tierseuche trifft Geflügelbetriebe hart und bringt die Eierproduktion unter Druck.
Weitere Ausbrüche in Brandenburg – Tausende Tiere betroffen
Erst am Wochenende wurde im Landkreis Oder-Spree ein neuer Ausbruch in einem Masthähnchenbetrieb bestätigt, jetzt folgt der nächste Fall – erneut in derselben Region. Wie das Landwirtschaftsministerium in Potsdam mitteilte, sind diesmal rund 68.000 Tiere betroffen. Beim zuvor gemeldeten Ausbruch waren es bereits 75.000 Tiere.
Auch im Landkreis Dahme-Spreewald wurde das Virus erneut nachgewiesen. Dort ist in einem bereits betroffenen Betrieb eine weitere Stallanlage betroffen. Insgesamt zählt Brandenburg inzwischen 18 Ausbrüche der Newcastle-Krankheit.
Für Verbraucher könnte das schnell Folgen haben. Denn mit jedem Ausbruch müssen große Tierbestände gekeult werden, um die Seuche einzudämmen. Das bedeutet: weniger Geflügel – und damit auch weniger Eier auf dem Markt.
Besonders kritisch wird es, wenn Legehennen betroffen sind. Sie liefern die Eier, die täglich in Supermärkten landen. Branchenexperten warnen bereits, dass Eier knapper werden könnten. In Bayern etwa haben Geflügelseuchen bereits spürbare Folgen gezeigt: Dort berichtete die Mittelbayerische Zeitung, dass Eier teurer wurden und teilweise schlechter verfügbar waren.

Hinzu kommen strenge Maßnahmen in den betroffenen Gebieten. Die Krankheit wird unter anderem über die Luft, kontaminierte Gegenstände oder sogar über Kleidung und Schuhe übertragen. Deshalb gelten in den Regionen oft Transportbeschränkungen – auch für Eier. Das kann die Versorgung zusätzlich erschweren.
Eiermarkt unter Druck – Preise könnten steigen
Schon jetzt ist der Eiermarkt angespannt. In Deutschland werden jährlich rund 21 Milliarden Eier verbraucht, produziert werden aber nur etwa 14 bis 15 Milliarden – der Rest wird importiert. Der Selbstversorgungsgrad liegt damit bei nur rund 70 Prozent. Die neuen Ausbrüche könnten die Lage weiter verschärfen. Sollte sich die Krankheit weiter ausbreiten, könnten Verbraucher die Folgen schon bald im Portemonnaie spüren.


