Tierdrama in Brandenburg. Am Mittwoch wurde bekannt, dass es in brandenburgischen Geflügelbetrieben zu zwei Ausbrüchen der Newcastle-Krankheit kam. Jetzt müssen mehr als 100.000 Tiere getötet werden.
Zwei Brandenburger Betriebe betroffen
Die Newcastle-Krankheit, auch atypische Geflügelpest genannt, ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Hühnern und Puten. Sie führt zu schweren Atemwegs-, Darm- und Nervenstörungen und endet oft tödlich. In Deutschland besteht daher eine gesetzliche Impfpflicht für Geflügelhalter. Erste Krankheitsanzeichen zeigen sich in der Regel etwa drei bis sechs Tage nach der Infektion.
Wie das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft bekannt gab, sind ein Betrieb im Landkreis Oder-Spree und einer in Dahme-Spreewald von der Krankheit betroffen. In der Anlage in Oder-Spree sind 68.000 Geflügeltiere von der Krankheit betroffen, in Dahme-Spreewald sogar 130.000 Tiere.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, müssen die Tiere nun getötet werden. Insgesamt sind bislang 18 Ausbrüche in Brandenburg registriert worden. Im Umkreis werden daher Überwachungszonen von zehn Kilometern und Schutzzonen von drei Kilometern errichtet.
Um eindeutig sicherzustellen, dass eine Ausbreitung verhindert wird, müssen deshalb alle Tiere getötet werden. Erst am Wochenende wurde ein weiterer Ausbruch in Oder-Spree gemeldet. Hier wurden in der Anlage in Spreenhagen rund 75.000 Tiere getötet.

Wie das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seiner Website schreibt, sind im Februar 2026 in Brandenburg und Bayern mehrere Fälle der Newcastle-Krankheit bei Geflügel festgestellt worden. Sowohl in größeren Betrieben als auch in kleinen Haltungen.


