Die Vogelgrippe schlägt erneut in Brandenburg zu. In einer Geflügelmast bei Seelow im Landkreis Märkisch-Oderland müssen rund 20.000 Peking-Enten getötet werden.
Alarmierende Bilanz seit Herbst 2025
Für Geflügelhalter in der Umgebung hat der neue Ausbruch unmittelbare Folgen: Im Sperrgebiet gelten wieder strenge Auflagen, darunter eine Stallpflicht. Erst im Januar war im selben Landkreis ein Putenmastbetrieb mit etwa 18.000 Tieren betroffen. Im Februar musste zudem einen Bestand von 13.500 Puten im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Nordwesten des Bundeslandes gekeult werden.
Die Bilanz seit Herbst 2025 ist alarmierend. Nach Angaben des Agrarministeriums wurden in Brandenburg bislang 18 Fälle der Vogelgrippe bei Nutzgeflügel registriert. Mehr als 250.000 Tiere mussten getötet werden.

Letzter Geflügelpest-Fall Anfang Februar
Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist für viele Vogel- und Geflügelarten tödlich. Als Hauptüberträger gelten Wildvögel, die das hochansteckende Virus H5N1 in große Mastbetriebe einschleppen können. Für die Branche bedeutet jeder neue Fall massive wirtschaftliche Schäden – und für tausende Tiere den Tod.
Zuletzt war vor drei Wochen in einer Geflügelhaltung im Landkreis Teltow-Fläming die Geflügelpest nachgewiesen worden. Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, waren mehrere Tiere eines Hobbyhalters verendet. Das Friedrich-Loeffler-Institut als nationales Referenzlabor hatte den Nachweis auf das Virus bestätigt. Laut dem Veterinäramt Teltow-Fläming wurden 60 Vögel des Kleintierhalters vorsorglich getötet.


