Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann kommt der Berg zum Propheten. Getreu diesem Motto bietet Friedrichshain‑Kreuzberg seit 2025 das sogenannte Kiezbürgeramt an. Das Amt kommt an verschiedene Orte, an denen Bürgerinnen und Bürger ohne Termin zum Beispiel einen Pass beantragen können. Und jetzt kommt das Bürgeramt sogar auf dem E-Lastenrad daher.
Das Lastenrad ist ein echter Beitrag zur Verkehrsberuhigung
Das ist nachhaltig und klimafreundlich – und passt perfekt zum flächenmäßig kleinsten Bezirk der Hauptstadt, in dem zudem die geringste Autodichte herrscht. Ein echter Beitrag zur Verkehrsberuhigung, seit Jahren eines der beherrschenden Themen in Friedrichshain‑Kreuzberg. Auch die Verwaltung hat verstanden, dass vier Räder in den Kiezen nicht mehr so gern gesehen sind.
Doch in Berlin könnte dieses Beispiel tatsächlich Schule machen. Wie das Bürgeramt vor Ort arbeitet? Mit zwei Koffern der Bundesdruckerei, inklusive Laptop, Scanner, Drucker und Fingerabdruckscanner. Ein Smartphone für Passfotos ist ebenfalls an Bord (Kosten: 6 Euro). Die Gebühren müssen per Girocard oder Kreditkarte bezahlt werden.

Das sogenannte KiezBike #Xhain ist sicherlich eine bequeme Alternative für diejenigen, die sich keinen Online‑Termin im Bürgeramt holen möchten. Der nächste Termin für das Kiezbürgeramt ist für den 25. März (9 bis 13 Uhr) vorgesehen, im Gesundheits- und Beratungszentrum in der Koppenstraße 38–40.
Übrigens: Das jahrelange Termin‑Chaos in den Berliner Bürgerämtern scheint vorbei zu sein. Wer etwa am Mittwochabend einen Termin für die Beantragung eines Reisepasses suchte, wurde sowohl am Donnerstag als auch am Freitag ohne Probleme fündig. Und das berlinweit!



