Vorsicht!

Badeseen in Berlin und Brandenburg: Diese Gefahren lauern im Wasser

Vorsicht beim Baden! Diese Gesundheitsgefahren können in Berliner und Brandenburger Badeseen auftreten.

Author - Mariella Mandurino
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Achtung an der Berliner und Brandenburger Badeseen vor Blaualgen und Co.! Die Gewässer können gefährlich sein.
Achtung an der Berliner und Brandenburger Badeseen vor Blaualgen und Co.! Die Gewässer können gefährlich sein.Schöning/Imago/KI-generiert

Wenn die Temperaturen in Berlin und Brandenburg steigen, zieht es Tausende Menschen an die Seen der Region. Doch hinter dem erfrischenden Sprung ins Wasser können sich sichtbare und unsichtbare Gefahren verbergen. Giftige Blaualgen, krankmachende Bakterien oder juckende Parasiten machen den Badespaß schnell zunichte.

Besonders Blaualgen vermehren sich im Sommer schnell

Besonders gefürchtet sind Blaualgen, die sich vor allem in heißen Sommerwochen rasant vermehren können. Die blaugrünen Beläge entstehen häufig in Gewässern mit wenig Strömung und können giftige Stoffe freisetzen. Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) warnt, dass einige Blaualgen Toxine bilden können.

Die Folgen reichen von Hautreizungen und allergischen Reaktionen bis hin zu Magen-Darm-Beschwerden. In Einzelfällen kann es auch zu Reizungen der Atemwege sowie der Haut und Schleimhäute kommen. Wie ernst die Gefahr werden kann, zeigte sich bereits im vergangenen Sommer am Tegeler See.

Dort schlugen die Behörden Alarm, nachdem ein Hund nach einem Aufenthalt im Uferbereich gestorben ist. Experten vermuteten eine Vergiftung durch Blaualgen. Die Gefahr betrifft also nicht nur Menschen. Vor allem Hunde können beim Baden oder durch den Kontakt mit belastetem Wasser und Wasserpflanzen mit den giftigen Stoffen in Berührung kommen.

Nach Starkregen drohen Keime im Wasser

Wie rbb24 berichtet, können nach heftigen Regengüssen fäkale Darmbakterien wie E. coli oder intestinale Enterokokken in Badeseen gelangen. Sie gelten als Warnsignal für Verunreinigungen und werden regelmäßig überwacht. Besonders häufig tritt das Problem auf, wenn nach Starkregen Mischwasserkanalisationen überlaufen und verschmutztes Wasser in Gewässer gelangt.

Blaualgen breiten sich im Sommer immer wieder in Badeseen aus und sind leicht zu erkennen.
Blaualgen breiten sich im Sommer immer wieder in Badeseen aus und sind leicht zu erkennen.Soeren Stache/dpa

Auch Salmonellen können auf diesem Weg in Seen und Flüsse gelangen. Deshalb raten Experten grundsätzlich dazu, beim Baden möglichst kein Wasser zu schlucken. Vor allem im Hochsommer lauert in einigen Berliner Seen eine weitere unangenehme Überraschung: Zerkarien. Die winzigen Larven von Saugwürmern kommen unter anderem in der Unterhavel, im Schlachtensee, im Müggelsee oder an der Krummen Lanke vor.

Worauf Badegäste achten sollten

Für Menschen sind sie zwar meist ungefährlich, die Folgen können aber äußerst lästig sein. Die Parasiten können die sogenannte Badedermatitis auslösen – einen roten und stark juckenden Hautausschlag, der den Sommerausflug schnell verderben kann. Studien haben außerdem in mehreren Berliner Badegewässern antibiotikaresistente Keime nachgewiesen. Besonders häufig wurden sie demnach im Müggelsee gefunden.

Jedes Jahr kommen Tausende Badegäste an den Berliner Müggelsee.
Jedes Jahr kommen Tausende Badegäste an den Berliner Müggelsee.Jürgen Held/IMAGO

Das LAGeSo rät dringend dazu, Bereiche mit auffälligen grünen oder blaugrünen Schlieren oder sogenannten Algen-„Teppichen“ zu meiden. Das gelte insbesondere für Kinder, da diese beim Spielen und Toben häufiger Wasser verschlucken können.

Außerdem empfiehlt die Behörde, die Badebekleidung nach dem Schwimmen möglichst schnell zu wechseln und sich abzuduschen. Wichtig sei auch, aktuelle Warnhinweise zu beachten. Denn Wind und Strömungen können die Situation in einem Gewässer innerhalb kurzer Zeit verändern.

Die gute Nachricht: Die Badegewässer in Berlin und Brandenburg werden regelmäßig kontrolliert. Wer Warnhinweise beachtet und auffällige Wasserverfärbungen ernst nimmt, kann den Badesommer dann doch deutlich unbeschwerter genießen.

Haben Sie schon einmal solch einen Fall an einem Badesee erlebt? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com