Tagelang legte ein linksterroristischer Anschlag die Stromversorgung im Berliner Südwesten lahm. Nun ergreift die Stadt drastische Maßnahmen, um die Verantwortlichen zu schnappen. Eine Belohnung von einer Million Euro wurde ausgesetzt für Hinweise, die zur Aufklärung des Anschlags führen. Das bestätigte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.
Vor drei Wochen wurde die Stromversorgung von Zehntausenden Haushalten im Südwesten Berlins durch einen Anschlag tagelang lahmgelegt. Die gesellschaftlichen und persönlichen Auswirkungen sind tragisch, die politischen Auswirkungen werden noch diskutiert – und zeigen sich möglicherweise bei den nächsten Bürgermeisterwahlen. Doch mindestens genauso zäh scheinen sich die polizeilichen Ermittlungen zu gestalten. Eine Million Euro Belohnung wurden nun ausgeschrieben, um die Täter zu finden.
Strom-Anschlag in Berlin: „Vulkangruppe“ bekennt sich
Am Tag des Anschlags wurde ein Bekennerschreiben der sogenannten Vulkangruppe bekannt, das der Staatsschutz für authentisch hält. Sie wollen „den Herrschenden den Saft abdrehen“, schreiben sie. Der Name Vulkangruppe ist Ermittlern seit 2011 bekannt, die Linksextremisten verüben seither in Berlin und Brandenburg Brandanschläge, entgehen der Polizei dabei immer wieder.

Nun ermittelt der Generalbundesanwalt wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe.


