Dichte schwarze Rauchwolken über dem Berliner Südwesten, Flammen in schwindelerregender Höhe und ein Großeinsatz der Feuerwehr. Auf dem Gelände des Heizkraftwerks Lichterfelde ist am Mittwoch ein Großbrand ausgebrochen. Bis zu 70 Einsatzkräfte rückten an, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Flammen in 44 Metern Höhe
Nach Angaben der Feuerwehr brannte es im Dachbereich eines Gebäudes, in dem sich stillgelegte Anlagen befinden. Der Gebäudeteil wird derzeit zurückgebaut und befindet sich im Abriss. Dennoch sorgte das Feuer für große Aufmerksamkeit. Schon aus weiter Entfernung war die mächtige Rauchsäule über dem Gelände zu sehen.
Für die Feuerwehr gestalteten sich die Löscharbeiten besonders kompliziert. Denn der Brandherd befand sich in rund 44 Metern Höhe. Zudem ist das betroffene Gebäude stark verwinkelt, was den Zugang erschwerte. Immer wieder mussten die Einsatzkräfte ihre Vorgehensweise anpassen, um sicher an die Flammen heranzukommen.
Trotz der schwierigen Bedingungen kam die Brandbekämpfung nach Angaben eines Feuerwehrsprechers zügig voran. Der Einsatz ist am Abend noch nicht beendet. Feuerwehrleute bleiben vor Ort, um mögliche Glutnester aufzuspüren und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Der Betreiber Berliner Energie und Wärme (BEW) erklärte, dass das eigentliche Gaskraftwerk von dem Feuer nicht betroffen sei. Die Energieversorgung der Hauptstadt sei jederzeit gesichert gewesen. Weder Strom noch Wärmeversorgung mussten eingeschränkt werden. Zur Brandursache lagen zunächst keine Informationen vor. In solchen Fällen übernimmt in der Regel die Polizei die Ermittlungen, sobald der Brandort sicher betreten werden kann.
Erinnerungen an den Blackout im Januar
Erst Anfang Januar war das Kraftwerk Lichterfelde bundesweit in den Schlagzeilen. Damals kam es nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in der Nähe des Geländes zu massiven Stromausfällen.



