Charlottenburg

Nach Großbrand in Berlin: rbb-Reporter muss Feuerwehr auf Glutnest hinweisen!

Der Großbrand in Berlin-Charlottenburg ist mittlerweile gelöscht. Am Freitag wurde das letzte Glutnest beseitigt.

Author - Tobias Esters
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Rund 100 Einsatzkräfte kämpften am Donnerstag gegen das Feuer, während das Baugerüst zur zusätzlichen Gefahr wurde.
Rund 100 Einsatzkräfte kämpften am Donnerstag gegen das Feuer, während das Baugerüst zur zusätzlichen Gefahr wurde.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Der verheerende Brand in Charlottenburg ist vollständig gelöscht. Die Feuerwehr war am Freitagmorgen nach rbb-Informationen erneut im Einsatz. Ein Glutnest ist aufgeflammt und wurde mithilfe einer Drohne genauer untersucht. Das Kuriose: Ein Reporter musste die Feuerwehr darauf hinweisen! 

Glut am Morgen entdeckt

rbb-Reporter Toni Schmitt ist am Freitagmorgen gegen 5 Uhr in der Mommsenstraße eingetroffen und bemerkte, dass noch ein kleines Feuer im Dachstuhl lodert. Er wies die Brandwache darauf hin, woraufhin die Feuerwehr erneut ausrückte. Die Einsatzkräfte konnten den Brand schließlich endgültig löschen.

Bereits am Donnerstagabend hatte ein Feuer ein eingerüstetes Gründerzeithaus in der Mommsenstraße/Ecke Waitzstraße schwer beschädigt. Über 115 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen. Der Rauch war weithin sichtbar und zog über mehrere Straßenzüge hinweg. Auch in der Umgebung war der Brandgeruch deutlich wahrnehmbar.

Der Dachstuhl des sechsgeschossigen Altbaus ist komplett eingestürzt. Vom Dach ist nur noch ein verkohltes Gerippe übrig. Weil auch eine Zwischendecke nachgab, wurden mehrere bewohnte Wohnungen im obersten Geschoss zerstört. Nach Angaben der Feuerwehr wird derzeit geprüft, wie stabil das Gebäude noch ist.

Ausgebrannter Dachstuhl eines Gründerzeithauses in Berlin-Charlottenburg: Verkohlte Balken ragen zwischen dem Baugerüst hervor.
Ausgebrannter Dachstuhl eines Gründerzeithauses in Berlin-Charlottenburg: Verkohlte Balken ragen zwischen dem Baugerüst hervor.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Besonders heikel war die Lage wegen des Baugerüsts. Es stand wegen des Dachausbaus am Gebäude und fing ebenfalls Feuer. Teile stürzten ab, dabei wurde sogar ein Feuerwehrschlauch beschädigt. Zeitweise bestand die Gefahr, dass sich die Flammen auf Nachbarhäuser ausbreiten.

Luxus-Penthouses im Dachgeschoss geplant

Das Dachgeschoss sollte zu Luxuswohnungen ausgebaut werden. Mehrere Penthouse-Einheiten mit gehobener Ausstattung waren geplant. Die Wohnungen wurden für mindestens zwei Millionen Euro angeboten und sollten noch in diesem Jahr fertig werden.

Einsatzkräfte stehen vor dem eingerüsteten Wohnhaus in der Mommsenstraße.
Einsatzkräfte stehen vor dem eingerüsteten Wohnhaus in der Mommsenstraße.Berliner Feuerwehr/dpa

Das betroffene Gebäude und angrenzende Häuser wurden geräumt. Etwa 25 Menschen wurden in einem Bus der Feuerwehr betreut. Eine Notunterkunft für bis zu 50 Personen wurde vorbereitet.

Verletzte gab es nach Angaben der Feuerwehr nicht. Für viele Bewohner bleibt dennoch die Frage, wie es jetzt weitergeht. Wie viele Wohnungen unbewohnbar sind, wird derzeit noch geprüft. Die Bauaufsicht ist inzwischen vor Ort und entscheidet über die nächsten Schritte.

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