Der verheerende Brand in Charlottenburg ist vollständig gelöscht. Die Feuerwehr war am Freitagmorgen nach rbb-Informationen erneut im Einsatz. Ein Glutnest ist aufgeflammt und wurde mithilfe einer Drohne genauer untersucht. Das Kuriose: Ein Reporter musste die Feuerwehr darauf hinweisen!
Glut am Morgen entdeckt
rbb-Reporter Toni Schmitt ist am Freitagmorgen gegen 5 Uhr in der Mommsenstraße eingetroffen und bemerkte, dass noch ein kleines Feuer im Dachstuhl lodert. Er wies die Brandwache darauf hin, woraufhin die Feuerwehr erneut ausrückte. Die Einsatzkräfte konnten den Brand schließlich endgültig löschen.
Bereits am Donnerstagabend hatte ein Feuer ein eingerüstetes Gründerzeithaus in der Mommsenstraße/Ecke Waitzstraße schwer beschädigt. Über 115 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen. Der Rauch war weithin sichtbar und zog über mehrere Straßenzüge hinweg. Auch in der Umgebung war der Brandgeruch deutlich wahrnehmbar.
Der Dachstuhl des sechsgeschossigen Altbaus ist komplett eingestürzt. Vom Dach ist nur noch ein verkohltes Gerippe übrig. Weil auch eine Zwischendecke nachgab, wurden mehrere bewohnte Wohnungen im obersten Geschoss zerstört. Nach Angaben der Feuerwehr wird derzeit geprüft, wie stabil das Gebäude noch ist.

Besonders heikel war die Lage wegen des Baugerüsts. Es stand wegen des Dachausbaus am Gebäude und fing ebenfalls Feuer. Teile stürzten ab, dabei wurde sogar ein Feuerwehrschlauch beschädigt. Zeitweise bestand die Gefahr, dass sich die Flammen auf Nachbarhäuser ausbreiten.
Luxus-Penthouses im Dachgeschoss geplant
Das Dachgeschoss sollte zu Luxuswohnungen ausgebaut werden. Mehrere Penthouse-Einheiten mit gehobener Ausstattung waren geplant. Die Wohnungen wurden für mindestens zwei Millionen Euro angeboten und sollten noch in diesem Jahr fertig werden.

Das betroffene Gebäude und angrenzende Häuser wurden geräumt. Etwa 25 Menschen wurden in einem Bus der Feuerwehr betreut. Eine Notunterkunft für bis zu 50 Personen wurde vorbereitet.




